Inhouse-Wechsel

Boehringer gewinnt neue Compliance-Chefin von Merck

Die erfahrene Inhouse-Anwältin Nina Stoeckel wird zum Jahreswechsel neue ‚Global Chief Ethics and Compliance Officer‘ bei Boehringer Ingelheim. Die 48-Jährige leitet bisher die Legal- und Compliance-Operations beim Pharma- und Chemiekonzern Merck in Darmstadt.

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Stoeckel, eine der führenden deutschen Legal-Operations-Expertinnen, hat bereits von 2009 bis 2014 bei Boehringer Ingelheim gearbeitet, zuerst als ‚Ethics & Compliance Officer‘ und danach als ‚Director Corporate Strategy & Development‘. Bei dem Pharmakonzern baute sie mit ihrem Team das Compliance-Programm auf. Danach wechselte sie zu dem hessischen Wettbewerber.

Nina Stoeckel

Bei Merck leitet Stoeckel derzeit ein Team, das gut ein Dutzend Mitarbeitende umfasst. Bei dem Darmstädter Konzern war sie in den Produkt-Spin-off eines Vertragsmanagementsystems involviert, das Merck gemeinsam mit dem Technikdienstleister Join auf den Markt gebracht hat. Zudem befasste sie sich mit der Erstellung von Rahmenverträgen, der Gestaltung von Vertragsklauseln und der Verhandlung von Entgelten mit den Kanzleien. 

Wie bei Merck wird Stoeckel auch bei Boehringer an den General Counsel, Dr. Martin Schwarz, berichten. In der dortigen Matrixorganisation laufen bei ihr zentrale Funktionen und Länderaufgaben zusammen.

Größerer Umbau bei Merck

Merck hat die Legal-Operations-Funktion innerhalb der Rechts- und Compliance-Abteilung vor rund drei Jahren geschaffen. Wer Stoeckels Nachfolge in dieser Position antritt, hat der Konzern bisher nicht öffentlich gemacht. Möglicherweise laufen ihre Aufgaben künftig zentralisiert bei Ralf Annasentz zusammen, der auch Stoeckels Team übernimmt. Als ‚Head of Lean Governance‘ gestaltet der Betriebswirt seit Juli die Governance-Strukturen von Merck um und ist dabei in den Legal-Bereich integriert. Weil viele der Prozesse und Regularien auf rechtlichen Vorgaben basieren, stimmt er sich dazu bisher eng mit Stoeckel ab, die sehr erfahren im Lean Management ist.

Merck hatte im Juli nicht nur Annasentz‘ Kontrollfunktion neu eingeführt, sondern auch die Leitung der Konzernrechtsabteilung neu besetzt. Auf Tobias Greven, der zu Fresenius wechselte, folgte Vanessa Westphal.

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