Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation hat die US-High-Tech-Kanzlei Brobeck Phleger & Harrison rund der Hälfte der zur Einstellung anstehenden First-Year-Associates eine Verschiebung ihres offiziellen Arbeitsbeginns vorgeschlagen.Wie der britischen Presse zu entnehmen war, soll die aus San Francisco stammende Kanzlei rund 30 Berufsanfänger, die diesen Herbst ihre Arbeit in der Kanzlei aufnehmen sollten, eine Verschiebung ihres Berufsstarts um bis zu einem Jahr vorgeschlagen haben. Die Associates haben die Wahl zwischen einem Start im März 2003, werden dann aber lediglich durch die Übernahme der Krankenkassenkosten unterstützt. Anderseits unterbreitete die Kanzlei den Associates die Option, mit dem Start bis Januar 2004 zu warten, und dafür eine monatliche Entschädigung von 2.000 US-Dollar zu erhalten. Nutzen die Kandidaten die Zeit für ein freiwilliges soziales Jahr, erhalten sie 3.000 US-Dollar.
Diese ungewöhnliche Maßnahme war offensichtlich nötig geworden, weil insbesondere die West-Coast-Kanzleien wie Brobeck hart von der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung in den USA getroffen wurden. Viele Technologie-Unternehmen hatten ihre Ausgaben für anwaltliche Beratung drastisch zurückgefahren. Laut The American Lawyer ist der Profit pro Partner bei Brobeck in 2001 um 44 Prozent gegenüber 2000 gefallen.
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