Kanzleiumsätze

Clifford erstmals mit über 200 Millionen Euro Umsatz

Mit 202 Millionen Euro Umsatz in Deutschland knackt Clifford Chance beim Umsatz 2021/22 erstmals eine wichtige Marke: Im Vorjahr setzten nur sieben Kanzleien hierzulande mehr als 200 Millionen Euro um. Der Umsatz pro Berufsträger wächst sogar um einen zweistelligen Prozentsatz und belegt einen guten Schlussspurt für den Managing-Partner. 

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Der Treppenaufgang bei Clifford Chance in Düsseldorf

Gegen Ende seiner achtjährigen Amtszeit präsentiert der Managing-Partner Peter Dieners Rekordzahlen: Den höchsten Umsatz seit der Finanzkrise erzielte das deutsche Team mit seiner auf rund 245 Full Time Equivalents (FTE) verschlankten Mannschaft. Daraus resultiert ein neues Niveau beim Umsatz pro Berufsträger (UBT): Die wichtige Kennzahl wächst um rund elf Prozent und durchbricht so mit 826.000 Euro ebenfalls eine wichtige Hundertermarke. 

Clifford mit ihren 7 Prozent Umsatzwachstum ist nach Allen & Overy die zweite der Magic-Circle-Kanzleien, die ihre deutschen Zahlen vorlegt. Auch Allen & Overy meldet Rekordergebnisse und eine Steigerung von 12 Prozent.

Peter Dieners

Mit schlanker Aufstellung zum Generationswechsel

Das Team schrumpfte gemessen in FTE um etwa drei Prozent. Verkleinerte (Partner-)Mannschaften nahm die Kanzlei in den letzten Jahren immer wieder in Kauf, gewann dafür oft auch junge Partner dazu und setzte gleichzeitig auf den eigenen Nachwuchs. Dabei gab es auch Rückschläge wie aktuell den Wechsel des Kapitalmarktrechtlers Philipp Klöckner, der Anfang August zu Milbank gegangen ist.

Die zu Beginn von Dieners‘ Amtszeit ausgerufene Strategie, sich langfristig auf hochvolumige Transaktionen und gewinnträchtige Bereiche wie Fonds sowie Projektgeschäft zu konzentrieren, hat sich in den aktuellen Zahlen widergespiegelt. So kaufte etwa der Infrastrukturinvestor Macquarie mithilfe der Magic-Circle-Kanzlei den Gasnetzbetreiber Thyssengas zurück, und große Gesundheitsunternehmen wie Pfizer strukturierten ihre Geschäfte mithilfe der deutschen Praxis um. Zudem sah man Clifford jüngst an der Seite des Private-Equity-Investors Cinven, als dieser für rund 2,3 Milliarden Euro eine große Geschäftssparte von Bayer erwarb.

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