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Nikolaos Paschos wechselt von Linklaters zu Latham

Es ist einer der spektakulärsten Wechsel des Jahres: Nach zwölf Jahren als Partner bei Linklaters wechselt Dr. Nikolaos Paschos (50) zu Latham & Watkins. Paschos gehört zu den führenden deutschen Konzernrechtlern. Latham hat zuletzt von allen Magic-Circle-Kanzleien wichtige Partner abgeworben. Für Linklaters ist Paschos' Abgang bereits der zweite schwere Schlag durch die US-Kanzlei.

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Paschos_Nikolaos
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Paschos begann seine Karriere bei Hengeler Mueller in Düsseldorf. 2003 wechselte er zu Linklaters, wo er 2005 Partner wurde. Er zählt zu den Stammberatern mehrerer deutscher Konzerne. Der Aktienrechtler ist spezialisiert auf die Neuordnung von Unternehmen und Corporate Governance. Paschos ist zudem regelmäßig an großen M&A-Transaktionen beteiligt, häufig öffentliche Übernahmen. Zuletzt beriet er etwa die österreichische Bank Bawag bei einem Übernahmeangebot für die Oldenburgische Landesbank und den Kfz-Zulieferer ZF Friedrichshafen im Bieterkampf um den schwedischen Bremsenhersteller Haldex.

Die zentrale Mandantin von Paschos ist Bayer. So beriet er neben dem Kapitalmarktrechtler Dr. Herbert Harrer den Konzern vor zwei Jahren, als der seine Kunststoffsparte als Covestro an die Börse brachte. Im Frühjahr begleiteten Paschos und der Corporate-Partner Dr. Ralph Wollburg maßgeblich die Bayer-Hauptversammlung, die für das Unternehmen wegen der Monsanto-Übernahme besonders wichtig war. Auch die Funke Mediengruppe, Brenntag und Vonovia sind große Corporate-Dauermandanten von Paschos.

Latham verschafft sich mehr Zutritt zu Chefetagen

Für Linklaters ist Paschos‘ Wechsel daher ein schwerer Schlag. Er ist der zentrale Corporate-Partner der Generation nach Wollburg und Dr. Hans-Ulrich Wilsing. Zwar hat die zu den Marktführern zählende Praxis in dieser Altersgruppe weitere starke Partner wie Dr. Tim Johannsen-Roth und Staffan Illert. Schmerzlich ist der Abgang aber auch, weil es wieder Latham ist, die nach Dr. Rainer Traugott vor anderthalb Jahren einen wichtigen Gesellschaftsrechtler von Linklaters zu sich holt.

Die US-Kanzlei verleiht mit Paschos‘ Zugang ihrer erklärten Strategie weiteren Schub: Latham will ihre Beziehungen zur deutschen Konzernwelt vertiefen, um sich für große Corporate-Projekte in Stellung zu bringen. „Wir wollen die führende Kanzlei in Deutschland für strategische M&A-Beratung werden“, sagt Oliver Felsenstein, Lathams Managing-Partner in Deutschland. Auch Paschos‘ Know-how bei öffentlichen Übernahmen kommt gelegen, denn hier hat die Kanzlei eine Lücke, seitdem Dr. Wilhelm Reinhardt vor einem Jahr Latham verließ, um mit dem Private-Equity-Partner und früheren Managing-Partner des Frankfurter Latham-Büros, Dr. Dirk Oberbracht, ein Büro für die US-Konkurrentin Gibson Dunn & Crutcher zu eröffnen.

Magic-Circle-Kanzleien lassen Federn

Die Personalie Paschos ist zudem ein starkes Signal in den Markt, denn wiederholt zeigt Latham, dass sie in der Lage ist, Partner nahezu jeden Kalibers für sich zu gewinnen. Allein in den vergangenen zwei Jahren musste jede der Londoner Magic-Circle-Kanzleien den Wechsel wichtiger deutscher Partner zu Latham hinnehmen: Clifford Chance verlor Private-Equity-Partner Felsenstein, inzwischen Managing-Partner der deutschen Latham-Büros, und die renommierte Finanzierungsexpertin Alexandra Hagelüken.

Von Freshfields wechselte im vergangenen Jahr der Kartellrechtler Dr. Michael Esser zu Latham, von Allen & Overy kurz darauf der Leiter der Kapitalmarktpraxis, Dr. Oliver Seiler. Auch außerhalb Deutschlands konnte Latham zuletzt renommierte M&A-Anwälte für sich gewinnen: In London stieß Ed Barnett von Allen & Overy zu Latham, in Mailand Aldo Piccaretta von Gattai Minoli Agostinelli & Partners.

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