Deutsche Bank

Neue Spitze für deutsche Rechtsabteilung

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  • JUVE

Das Personalkarussell in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank dreht sich weiter. Die 350 Juristen der Bank in Deutschland haben neben Matthias Otto nun einen weiteren Chef: Dr. Thorsten Seyfried ist neuer Co-General Counsel. Der Posten war vakant, nachdem Dr. Florian Drinhausen kurz vor Ostern zum Chief Governance Officer ernannt worden war und damit zum Nachfolger von Daniela Weber-Rey.

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Dr. Thorsten Seyfried ist neuer Co-General Counsel für Deutschland der Deutschen Bank. Der Posten war vakant, nachdem Dr. Florian Drinhausen kurz vor Ostern zum Chief Governance Officer ernannt worden war. Seyfried begann seine juristische Karriere vor gut 15 Jahren und war seitdem in verschiedenen Funktionen für die Bank tätig. Vor seinem Jurastudium hatte Seyfried zudem eine Ausbildung als Bankkaufmann bei dem Institut absolviert.

Seyfried_Thorsten
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2010 stieg er zum weltweiten Rechtschef der Sparte Private & Business Clients auf, die für das Massengeschäft der Bank verantwortlich ist. Erst Anfang dieses Jahres wechselte Seyfried dann als stellvertretender General Counsel in die Sparte für Corporate- und Investmentbanking. Wer ihm dort folgt, war bis Redaktionsschluss nicht bekannt.

Seyfried führt nun zusammen mit Matthias Otto ein Team von rund 350 Juristen und damit die größte Einzelrechtsabteilung innerhalb des Konzerns. Die Doppelspitze hatte die Bank erst im vergangenen Herbst geschaffen, nachdem der bisherige Chef der deutschen Rechtsabteilung, Dr. Christof von Dryander, zum weltweiten Rechtschef aufgestiegen war – als Teil einer Doppelspitze mit dem Briten Simon Dodds.

Für Drinhausen, zuvor zusammen mit Otto Stellvertreter Dryanders, bedeutete dies einen schnellen Aufstieg in Deutschlands größter Bank. Er war erst Anfang 2014 von Linklaters in die Zwillingstürme gewechselt. Auf dem neuen Posten war Drinhausen nicht einmal ein halbes Jahr lang tätig, denn Anfang April übertrug ihm die Bank die Aufgabe als Chief Governance Officer. In dieser Position spielt er eine maßgebliche operative Rolle bei grundsätzlichen Fragen der Unternehmensführung sowie Compliance- und aufsichtsrechtlichen Themen. Der Posten war frei geworden, weil Daniela Weber-Rey, 2013 von Clifford Chance hinzugestoßen, die Deutsche Bank nach nur drei Jahren wieder verlässt.

In der erweiterten Führungsebene der Deutschen Bank ist seit einiger Zeit viel Bewegung, vor allem seit der Brite John Cryan im vergangenen Sommer sein Amt als Co-Vorstandschef antrat. Aufgelöst wurde zum Jahresbeginn etwa das Group Executive Committee, das bisherige Machtzentrum der Bank, ebenso 10 von 16 Vorstandsausschüssen. Zudem sind seit dem Jahreswechsel alle vier Unternehmenssparten direkt im Vorstand vertreten. Neuer Vorstand für Recht ist Karl von Rohr.

Ähnlich viele Veränderungen durchlief auch die Führungsebene für Compliance-Themen, die seit Januar im Vorstand die Französin Sylvie Matherat verantwortet. Kurz vor Weber-Rey ging nach gerade einmal eineinhalb Jahren im Konzern die Compliance- Beauftragte Nadine Faruque. In der angrenzenden Abteilung für Anti-Geldwäsche und Financial Crime war zudem Ende Februar Dr. Ulrich Göres gegangen, der die weltweite Verantwortung trug. Sowohl für Faruque als auch für Göres sind noch keine Nachfolger benannt. (René Bender)

 

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