Düsseldorf

DWF eröffnet mit Marccus viertes deutsches Büro

Zum Oktober hat die britischstämmige Kanzlei DWF die Düsseldorfer Einheit Marccus übernommen. Das sechsköpfige Anwaltsteam um die drei Geschäftsführer Dr. Norbert Knüppel (66), Dr. Norbert Knittlmayer (55) und Dr. Christof Bremer (45) gründet damit nach Köln, Berlin und München das vierte Büro von DWF in Deutschland.

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Norbert Knüppel
Norbert Knüppel

DWF gewinnt mit den Neuzugängen vor allem Corporate- und M&A-Kompetenz, denn Knüppel, Knittlmayer und Bremer bringen auf diesen Gebieten langjährige Erfahrung mit. Sie beraten ihre meist mittelständischen Mandanten bei nationalen und grenzüberschreitenden Deals sowie bei Um- und Restrukturierungen. Ein großer Teil des Geschäfts fällt auch auf die Beratung bei komplexen gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen. Schlagzeilen machte etwa der Streit um die Pferdeshow Apassionata, bei dem das Marccus-Team bundesweit über hundert Gerichtsverfahren führt und koordiniert. Außerdem setzt sich Knüppel gerade in einem komplexen Gesellschafterstreit als Besonderer Vertreter von Aktionären des Gelatineproduzenten Gelita mit dem Unternehmen auseinander.

Neben Knüppel, Knittlmayer und Bremer kommen die Partner Jörn Albrecht (55; Corporate/M&A) und Dr. Michael Schley (54; Arbeitsrecht) sowie Senior Associate Dr. Matthias Hinz und vier nicht-juristische Mitarbeiter mit zu DWF. Damit endet auch die langjährige Kooperation zwischen Marccus und der französischen Kanzlei Sagasser, die seit Gründung der Kanzlei bestand. Namenspartner Dr. Bernd Sagasser und Prof. Dr. Alexander Hemmelrath waren Gründungspartner bei der 2007 aufgelösten Kanzlei Haarmann Hemmelrath, sie schlossen sich 2007 gemeinsam mit weiteren europäischen Kanzleien zum Verbund Marccus Partners zusammen. Zu diesem Team gehörte auch der damalige Sozius Schley. Knüppel, Knittlmayer, Bremer und Albrecht kamen alle vier 2009 von Aderhold zu Marccus.

DWF zählt mit den Neuzugängen 51 Berufsträger an vier deutschen Standorten. Die Full-Service-Kanzlei hat ihren Stammsitz in Manchester und entwickelte sich in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Fusionen zu einer der größten Einheiten in Großbritannien. Im März dieses Jahres ging der internationale Part von DWF an die Londoner Börse, in Deutschland ist die Kanzlei als Rechtsanwalts-GmbH organisiert. Im Februar wurde der ehemalige Manager von DLA Piper, Dr. Ulrich Jüngst, kontinentaleuropäischer Chefstratege bei DWF. Er ist unter anderem für Wachstums- und Recruitingstrategie der Kanzlei auf dem Kontinent verantwortlich.

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