Erfolg in Spanien

Kanzleien steigern Umsätze um neun Prozent

Der spanische Rechtsmarkt wächst weiter: Im vergangenen Jahr haben die dortigen Kanzleien durchschnittlich 9,3 Prozent mehr umgesetzt als 2003. Dies berichtete Anfang Mai das Madrider Wirtschaftsmagazin "Expansión". Danach haben die Top-50-Kanzleien zusammengenommen erstmals in Spanien mehr als eine Milliarde Euro erwirtschaftet.

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Die Anwaltsbranche profitierte damit offensichtlich von der florierenden Wirtschaft des Landes. Spanien hat einen der stärksten Wachstumsmärkte unter den Industriestaaten.

Seine Spitzenpostition behauptete das Führungstrio aus den drei Traditionskanzleien Garrigues, Cuatrecasas und Uría & Menéndez. Garrigues steigerte den Umsatz um 6,7 Prozent auf 175 Millionen Euro. Traditionell folgt Cuatrecasas auf Platz zwei, in diesem Jahr mit einem Umsatz von 133,54 Millionen. Das entspricht einer Steigerung von 9,73 Prozent. Wie auch die Jahre zuvor folgen auf dem dritten Rang die Transaktions- und Finanzrechtsexperten von Uría & Menéndez, die um 7,94 Prozent auf 100,36 Millionen zulegte.

Bewegung kam in den spanischen Markt durch deutliche Einbußen der Sozietäten, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nahe stehen. Diese WP-Kanzleien bildeten in der Vergangenheit stets den Block hinter dem Führungstrio. Jetzt konnte jedoch lediglich Landwell-PWC ihren Umsatz um 9 Prozent steigern (74,8 Millionen). Verluste fuhr Ernst & Young ein (-7,87 Prozent), KPMG (-9,69 Prozent) rutschte sogar von Platz sieben auf zehn ab.

Von der Schwäche der WP-Kanzleien profitierten offenbar die internationalen Großsozietäten. Baker & McKenzie steigerte ihren Umsatz um überdurchschnittliche 11,60 Prozent. Sie verdrängte nicht nur die vierte spanische Traditionskanzlei Gómez-Acebo & Pombo auf Platz acht, sondern kam auch dem Sechstplazierten, Clifford Chance, näher. Die älteste und traditionell stärkste internationale Praxis schloss ihrerseits mit einem Umsatz von 47,6 Millionen erstmals in der Geschichte des spanischen Anwaltsmarktes entscheidend zu den WP-Kanzleien auf.

Weitere internationale Kanzleien folgen im Mittelfeld: Linklaters (Platz 14), CMS Albinana (17), Allen & Overy (21), Jones Day (24), Squire Sanders & Dempsey (25), SJ Berwin (26) und Hammonds (38).

Top-Platzierungen erreichten die internationalen Sozietäten durchweg auch bei den Umsatzzahlen pro Berufsträger und pro Equity-Partner. Beide Rankings führt Clifford Chance an, gefolgt von weiteren ausländischen Kanzleien. Lediglich die Transaktionsspezialisten von Uría konnten mit Platz zwei bei den Umsätzen pro Berufsträger in die Phalanx der Internationalen eindringen. In diesem Segment liegen die spanischen Traditionskanzleien dagegen nur im Mittelfeld.

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