Der Wirtschaftsjurist Eichhorn war zu Beginn seiner Karriere fünf Jahre bei PricewaterhouseCoopers und zwei Jahre in der Konzernsicherheit der Lufthansa tätig. 2015 wechselte er zu Fresenius Medical Care. Dort hatte er in den vergangenen Jahren mit seinem Team die regionale Compliance-Organisation aufgebaut. Dabei zählte die interne Prävention und forensische Sachverhaltsaufklärung etwaiger Wirtschaftsdelikte genauso wie die Abstimmungen mit Strafverfolgungs- und Grenzschutzbehörden zu seinen Aufgaben.
Diese Erfahrung sichert sich Ernst & Young, die wie ihre direkten Wettbewerber die Compliance-Dienste derzeit kontinuierlich ausbauen. Im vergangenen Jahr hatte das Beratungshaus bereits die Inhouse-Experten Markus Jüttner von E.on und Christian Miege von Thyssenkrupp an Bord geholt.
Interner Umbau voll im Gange
Fresenius Medical Care wird Eichhorns regionale Leitungsposition nicht neu besetzen. Das teilte das Dialyseunternehmen mit. Das Dax-Unternehmen stellt sein gesamtes Geschäft aktuell auf ein globales Betriebsmodell um, das sich seit Jahresbeginn nicht mehr nach Weltregionen, sondern nach Geschäftsbereichen und Produkten aufteilt.
Das Compliance-Managementsystem der Tochterfirma Fresenius Medical Care (FMC) verantwortete seit 2015 Oliver Jost als Chief Compliance Officer. Sein Amt übernahm zum Februar Wendy Milette, die bereits seit über 15 Jahren im Unternehmen ist. FMC setzte mit Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen zuletzt rund 17 Milliarden Euro um. Auch hier befindet sich ein Transformations- und Restrukturierungsprozess in der Umsetzung, den aktuell CFO Helen Giza als Interims-CEO verantwortet.
Auf Holding-Ebene ist Jurist Dr. Sebastian Biedenkopf Mitglied des Vorstands der Fresenius Management SE. In dieser Funktion ist er zuständig für Personal, Risikomanagement, Recht und Compliance in der Klinik- und Medizintechnikgruppe.
Anm. d. Red.: Wir haben den Artikel am 09.02. ergänzt.