140.000 Euro zum Einstieg

Freshfields erhöht Gehälter für mehr als 400 Associates in Deutschland

Die internationale Großkanzlei bewegt sich doch: Nach mehreren US-Einheiten und ihrer Wettbewerberin Allen & Overy erhöhte auch Freshfields Bruckhaus Deringer im Herbst ihre Associategehälter. Die Einstiegsvergütung liegt aktuell bei 140.000 Euro.

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Markus Paul

Mit diesem Betrag zieht die Kanzlei mit über 400 Associates in Deutschland mit ihrer Wettbewerberin Allen & Overy gleich. Diese hatte ihre Vergütung für angestellte Anwälte im ersten Berufsjahr zum November auf ebenfalls 140.000 Euro angehoben. Für die folgenden Berufsjahre steigerte Freshfields die Associategehälter prozentual mindestens im oberen einstelligen Bereich.

Zuvor hatten bereits transaktionsorientierte US-Kanzleien die Gehälter ihrer angestellten Anwälte erhöht. Sie beschäftigen allerdings in Deutschland nur wenige Associates. Den Anfang hatte Willkie Farr & Gallagher gemacht mit einem Einstiegsgehalt von 155.000 Euro plus Bonus für Berufseinsteiger. Es folgten Milbank, Skadden und Kirkland & Ellis mit einer Kampfansage von 160.000 Euro.

Wettrennen an der Marktspitze

An das Startgehalt dieser US-Einheiten reicht Freshfields in Deutschland nicht heran. Das Management um den seit Mai für Kontinentaleuropa zuständigen Partner Dr. Markus Paul verringert so aber den Abstand deutlich. Ähnlich war das Vergütungsmuster bereits vor den Erhöhungen durch die US-Einheiten: Auch Latham & Watkins, Linklaters und Clifford Chance zahlten in den letzten Jahren in Deutschland nicht die absoluten Spitzengehälter. Latham & Watkins hatte jüngst jedoch auf 145.000 Euro erhöht. Inzwischen ziehen auch deutsche Kanzleien wie Gleiss Lutz und Hengeler Mueller nach und erhöhen die Einstiegsgehälter deutlich, ebenso internationale Kanzleien wie DLA Piper und Hogan Lovells.

Die Bieterschlacht um die besten Associates ist Titelthema im aktuellen JUVE Rechtsmarkt.

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