Freshfields-Umstrukturierung keineswegs verfrüht

Autor/en
  • Aled Griffiths

30 deutsche Freshfields-Partner müssen ihren Equity-Titel abgeben. Wettbewerber werden nicht mit bissigen Kommentaren sparen: Die einstmals stolze Kanzlei Bruckhaus, niedergestreckt von kaltblütigen Londoner Managern. Doch die Legende vom bösen Angelsachsen, der die armen, wehrlosen deutschen Praxen umstrukturiert, ist Unfug. Denn erstens hat bei allen Kanzleien, die sich zur Herabstufung von Partnern entschieden haben, die Mehrheit der deutschen Partner für diese Maßnahmen gestimmt - sei es bei Freshfields, Linklaters oder Lovells. Zweitens ist das Streben nach besserer Profitabilität nicht etwa typisch angelsächsisch, sondern gehört schlicht zur guten Unternehmensführung.

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Tatsächlich haben bei Freshfields gerade die deutschen Partner den Restrukturierungsprozess vorangetrieben. Das Freshfields-Management handelt keineswegs verfrüht. Wie der Wechsel David Ereiras zu Linklaters deutlich macht, hat die Partnerschaft in puncto Profitabilität gegenüber den europäischen Wettbewerbern noch einiges aufzuholen – von den amerikanischen Top-Kanzleien ganz zu schweigen. Zwar geht es Freshfields momentan blendend, doch auch die Konkurrenz entwickelt sich weiter.

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