Jüttner ist seit Anfang Mai bei Gerresheimer tätig und verantwortet dort die weltweite Umsetzung des Compliance Management Systems. Zudem ist er für die Konzeption und Weiterentwicklung der internen Kontrollsysteme (IKS) sowie der Risikomanagementsysteme (RMS) zuständig. Er berichtet an Dr. Tobias Bage, Group Senior Vice President Legal & Compliance.
Der neue Compliance-Chef war zuletzt als Partner Assurance Forensics and Integrity Services bei EY in Düsseldorf tätig. Zuvor hatte er verschiedene Führungspositionen bei E.on inne, darunter Vice President Group Compliance sowie Leiter Kartell- und Wettbewerbsrecht. Jüttner ist Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Compliance (DICO).
Wechsel inmitten von Bilanzprüfungen
Der Personalwechsel fällt in eine turbulente Phase für Gerresheimer. Der Düsseldorfer Verpackungshersteller steht seit vergangenem Herbst wegen Bilanzunregelmäßigkeiten unter Druck und hat bereits erste personelle und organisatorische Konsequenzen gezogen.
Die Finanzaufsicht BaFin weitete ihre Untersuchungen bei Gerresheimer im März aus, nachdem festgestellt wurde, dass einzelne Mitarbeitende gegen interne Richtlinien und IFRS-Regelungen verstoßen hatten. KPMG und Grant Thornton prüfen derzeit die Bücher, belastbare Ergebnisse werden für Juni erwartet.
Sprafke zog es nach Liechtenstein
Jüttners Vorgänger Sprafke ist Anfang April zum liechtensteinischen Werkzeughersteller Hilti gewechselt, wo er als Chief Compliance Officer tätig ist. Diese Position hatte zuletzt acht Jahre der Compliance-Experte Mirko Haase inne, der nun als Hiltis Head of Legal & Compliance Transformation die digitale und operative Weiterentwicklung der globalen Compliance- und Rechtsabteilung im Sinne der Konzernstrategie vorantreibt.
Sowohl Sprafke als auch Haase berichten an Hiltis Group General Counsel Svenia Roggenkamp.