Hamburg und Berlin

Anwälte von Latham, IAV und Axel Springer gründen Kanzlei

Mit sechs Partnern und zwei Büros ist zum August die Kanzlei Skaling an den Start gegangen. Mehrere der Gründer sind ehemalige Raue-Anwälte, zwei waren zuletzt als Inhouse-Counsel tätig. Auch Christoph Schaper, bisher Senior Associate in der Litigation-Praxis von Latham & Watkins, gehört zum Team.

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Schaper_Christoph
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Initiatoren der Neugründung sind Dr. Christian Schultze und Caspar von Schönfels (beide 42), weitere Gründungspartner sind Tino Ludden (41), Constantin von Schöning (36) und Dr. Michael Lampert (34). Schultze, von Schöning und Lampert sind ehemalige Raue-Anwälte. Während Schultze seit 2013 bei der Kanzlei SES Berlin tätig war, stoßen die anderen beiden aus Inhouse-Positionen zum Team: Lampert vom Ingenieur-Dienstleister IAV, von Schöning war zuletzt Senior Legal Counsel bei Axel Springer. Auch Ludden war bei SES. Die Verbindung nach Hamburg kam über von Schönfels zustande, der nach Lehrjahren bei Buse Heberer Fromm seit 2014 Partner bei der multidisziplinären Einheit Buschmann war. Von Schönfels und Schaper führen das Hamburger Skaling-Büro, die anderen Partner sind in Berlin tätig.

Schultze_Christian
Schultze_Christian

Skaling ist ein Kunstwort, das nicht zufällig nach „Scaling up” klingt – dem Ausdruck also, der den Sprung vom Start-up zum ausgewachsenen Unternehmen bezeichnet. Schultze und Ludden sind auf die Beratung von Start-ups, Venture-Capital-Investoren und Unternehmen der Digitalwirtschaft spezialisiert. Seit 2016 arbeiteten sie regelmäßig mit von Schönfels in Hamburg zusammen, der bei Buschmann Start-ups zur steuerlichen Gestaltung von Gesellschaftsstruktur und bei Finanzierungsrunden beriet. Auch Corporate Housekeeping, Vermögensnachfolgeberatung, Restrukturierungen sowie Litigation gehören zum Angebot von Skaling. Der Beratungsansatz ist betont partnerzentriert, allerdings sollen perspektivisch auch Associates zu der neuen Einheit stoßen.

Schönfels_Caspar_von
Schönfels_Caspar_von

Für Konfliktlösung steht Schaper, der seit 2012 Prozessanwalt bei Latham in Hamburg war. Er war an vielen Massenverfahren der Kanzlei beteiligt, unter anderem für den Versicherer Scottish Widows und den Insolvenzverwalter von S&K. Zuletzt gehörte er auch zu dem Team, das für Daimler Klagen von Diesel-Kunden abwehrt. Schaper gehört in eine Reihe erfahrener Anwälte unterhalb der Partnerebene, die die Disputes-Praxis von Latham in Hamburg in den vergangenen Jahren verlassen haben. Zwei davon sind mittlerweile Partner bei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, einer ist Counsel bei DLA Piper in München. Auch Dr. Jan Spangenberg, der vor drei Jahren die Schiedsboutique Manner Spangenberg gründete, war zuvor Senior Associate bei Latham.

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