IBA-Studie zu Richterinnen

Autor/en
  • Aled Griffiths

Eine im Auftrag der International Bar Association erstellte Studie über den Anteil weiblicher Richter an ihrem Berufsstand bringt es an den Tag: Weltweit stellen Frauen weniger als 25% der Richterschaft.Dabei gibt es Ausreißer nach oben und nach unten. Ungarn und Tschechien liegen beide über 60%, Kenia bei 49%, und über 30% so unterschiedliche Staaten wie Singapur, Spanien, Schweden, Israel und die Cayman-Inseln. Schlußlichter beim Frauenanteil sind der Internationale Gerichtshof mit einem Verhältnis 1:14 und der EuGH, an dem keine einzige Frau bei der Rechtsprechung wirkt.

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Seit einigen Jahren steigt auch in Deutschland der Anteil der Frauen in Richterämtern: Von 10% Mitte der siebziger Jahre, bis auf 26% im Jahre 1998. Stellten jedoch doch Frauen Ende 1996 bei den Richterinnen auf Probe sage und schreibe 80,8 %, lag ihr Anteil an der gesamten Richterschaft lediglich bei 25%. RAin Martina Bosch, Geschäftsführerin des Deutschen Juristinnenbundes, ist daher bei der Beurteilung dieser Statistiken vorsichtig und mahnt eine differenzierte Betrachtung an, die nicht nur nach Prozentwerten fragt, sondern den Rang der besetzten Stellen mit berücksichtigt.

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