Oberholzer ist als Anwältin in New York zugelassen, in Deutschland berät sie als ausländische Anwältin. Seit 13 Jahren arbeitete sie für Freshfields, seit 2022 als Partnerin. Oberholzer bringt viel Erfahrung aus internationalen M&A-Transaktionen und Carve-outs, insbesondere für US-Mandanten mit. Zu ihren Mandanten gehören Investoren, vor allem aber Unternehmen aus den Branchen Automobilindustrie, Technologie und Life Sciences.
Vor rund zwei Jahren beriet sie den US-Technologiekonzern 3M federführend, als dieser sein Health-Care-Geschäft in die neu gegründete Solventum ausgliederte. Auch den US-Konzern Mars begleitete sie bei mehreren Zukäufen. Dem Private-Equity-Investor Aurelius half sie kürzlich, das Smart-Metering-Geschäft des US‑amerikanischen Anbieters Xylem zu übernehmen.
Stärkung der transatlantischen Achse für Jones Day
Bei Jones Day stößt Oberholzer auf eine breit aufgestellte Corporate-Praxis, die sich zuletzt dynamisch entwickelt hat. Nach der internen Ernennung einer Düsseldorfer M&A-Partnerin Anfang 2025, beförderte die Kanzlei in ihrem Münchner Büro zum Jahresstart eine Restrukturierungsspezialistin zu Partnerin. Ebenfalls 2025 war in Frankfurt ein Private-Equity-Partner von A&O Shearman dazugekommen.
Sichtbar war die deutsche Praxis zuletzt mit einigen europäischen Mandaten. Zum Beispiel beriet sie den italienischen Energiekonzern Eni oder die französische Total. Mit Oberholzer stärkt die Kanzlei mit einer starken Basis bei US-Unternehmen nun konkret die transatlantische Zusammenarbeit.
Neue Bewegung bei Freshfields
Bei Freshfields verlässt mit Oberholzer eine weitere Partnerin das Münchner Büro. Ende 2025 hatte die Kanzlei in Frankfurt und insbesondere auch in München insgesamt vier Private-Equity-Partner, davon zwei aus der Generation von Oberholzer, an die US-Konkurrentin Latham & Watkins verloren. Ein marktweit intensiv beobachteter und in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Vorgang, der nun mit dem Weggang von Oberholzer eine Fortsetzung erfährt.
Zu den schnellen und entschlossenen Wiederaufbaumaßnahmen der Kanzlei zählte ein nicht weniger ungewöhnlicher Wechsel: Mitte Juni meldete die Kanzlei den Zugang des Münchner Transaktionspartners Dr. Daniel Möritz von Hengeler Mueller.