„Daniel Möritz ist ein brillanter Jurist“, sagte der Hamburger Partner Patrick Cichy, globaler Co-Leiter M&A and Capital bei Freshfields, auf JUVE-Anfrage. „Er passt daher perfekt zu dem Anspruch unserer Mandanten, die wir regelmäßig bei besonders anspruchsvollen Transaktionen beraten.“ Arend von Riegen aus dem Frankfurter Büro, Global Co-Head of Private Capital, ergänzte: „Daniel Möritz ist mit seiner Erfahrung und Verwurzelung im Bereich Private Equity ein echter Gewinn für uns und bestens aufgehoben auf unserer Plattform. Wir freuen uns sehr, ihn bald in unserer Partnerschaft willkommen zu heißen.“ Über den genauen Zeitpunkt des Wechsels ist JUVE bislang noch nichts bekannt.
Freshfields stärkt mit dem Zugang wesentlich ihr Münchner Büro. Das war nach dem Wechsel von Prof. Dr. Wessel Heukamp und Dr. Verena Nosch nötig geworden. Der Wechsel der beiden Münchner Transaktionspartner zusammen mit den Frankfurtern Dr. Markus Paul und Dr. Carsten Haak zu Latham & Watkins war im Dezember bekannt geworden, seit dem 9. Juni haben sie ihre Tätigkeit bei der US-Kanzlei aufgenommen. Freshfields hatte auf diesen Verlust seinerzeit zügig mit einem Quereinsteiger, Versetzungen und Partnerernennungen reagiert.
Möritz, der sowohl in Deutschland als auch im US-Bundesstaat New York als Rechtsanwalt zugelassen ist, berät Industrieunternehmen, Versicherer und Private-Equity-Investoren bei internationalen, komplexen und häufig regulierten Transaktionen. Dass er sowohl bei Strategen als auch bei Private-Equity-Mandanten stark positioniert ist, ist nicht ungewöhnlich für Hengeler-Eigengewächse. Möritz hatte seine anwaltliche Laufbahn 2012 im Düsseldorfer Büro von Hengeler begonnen, mit seiner Partnerernennung im Januar 2018 wechselte er ins Münchner Büro. Dort arbeitete er eng mit dem renommierten Corporate-Partner Prof. Dr. Hans-Jörg Ziegenhain zusammen, der zum Jahreswechsel altersbedingt aus der Hengeler-Partnerschaft ausschied.
Von Ziegenhain, der selbst 2006 von Freshfields zu Hengeler gewechselt war, hatte Möritz auch wichtige Mandatsbeziehungen übernommen. Als Beispiel dafür gilt Siemens, den Münchner Dax-Konzern beriet er zuletzt im Mai beim Kauf des Mermec-Kerngeschäfts. Ein weiteres Beispiel ist die Deutsche Börse, die Möritz ebenfalls bereits 2019 beim Kauf von Axioma mit Ziegenhain beraten hatte. Als der Dax-Konzern nun kürzlich die Fondsplattform Allfunds für 5,3 Milliarden Euro übernahm, teilte sich Möritz die Federführung mit Dr. Lucina Berger. In die Beziehung zum Private-Equity-Investor EQT wuchs Möritz ebenfalls hinein. Mit Ziegenhain hatte er 2024 EQT beim Verkauf der Beteiligung an Ottobock an die Familie Näder beraten. 2025 hatte Möritz dann EQT beraten, als dieser sich als Ankerinvestor bei der Beratungseinheit WTS beteiligte.
Für Hengeler ist sein Weggang ein harter Einschnitt. Möritz war einer der maßgeblichen jungen Partner, die Hengeler für diesen Generationswechsel erfolgreich in Stellung gebracht hatte. Dass Partner Hengeler verlassen und sich einer anderen Kanzlei anschließen, hat ohnehin echten Seltenheitswert. In München hatte 2016 der Wechsel von Achim Herfs zu Kirkland & Ellis für Aufmerksamkeit gesorgt. 2017 schloss sich Dr. Steffen Oppenländer aus dem Londoner Hengeler-Büro in München Milbank an. In den vergangenen Jahren war vor allem der Generationswechsel ein zentrales Thema. Zahlreiche Partner sind altersbedingt in den inaktiven Status gewechselt – zuletzt insbesondere aus der Corporate-Praxis: Gleichzeitig mit Ziegenhain schieden auch Dr. Maximilian Schiessl und Dr. Matthias Hentzen aus.
„Wir bedauern, dass Daniel Möritz sich entschieden hat, die Kanzlei zu verlassen, und wünschen ihm alles Gute. Durch eine Vielzahl an herausragenden Anwältinnen und Anwälten im Bereich M&A und Private Equity sind wir als ein Marktführer hervorragend aufgestellt“, erklärte ein Sprecher von Hengeler auf JUVE-Anfrage.