JUVE-Inhouse-Umfrage

Budgets steigen – aber nur in kleinen Schritten

Die Chefjuristen in deutschen Unternehmen werden experimentierfreudiger – wenn auch langsam. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass der Einsatz von Projektjuristen weniger exotisch ist als früher: So hatten 2018 nur 15 Prozent der von JUVE befragten Inhouse-Juristen Erfahrungen mit Projektanwälten gemacht. 2019 waren es schon 20 Prozent. Auch der Kostendruck ist ein Grund, warum die Inhouse-Juristen neue Wege ausprobieren – die Etats, mit denen sie auskommen müssen, stiegen nur moderat.

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Gesamthaushalt
Gesamthaushalt

Obwohl bei mehr als der Hälfte der Befragten (57 Prozent) das Budget in den letzten zwei Jahren gestiegen ist, bleiben die Beträge insgesamt doch eher bescheiden. Auch im globalen Kostenvergleich liegen deutsche Mandanten unter dem Durchschnitt. An der Verteilung ändert sich wenig, sodass weiterhin der Großteil der Chefjuristen weniger als eine Million Euro in seiner Verantwortung hat. 30 Prozent der Umfrageteilnehmer müssen mit 100.000 bis 500.000 Euro im Jahr auskommen. Wie die Umfrage zeigt, liegt der durchschnittliche Stundensatz eines Inhouse-Juristen bei 132 Euro, der von Anwälten einer mittelständischen Kanzlei bei im Schnitt 288 Euro.

Interne Kosten
Interne Kosten

Wie schon 2018 steigen die internen Kosten bei 72 Prozent der Befragten. Nur bei 11 Prozent sinken sie, und zwar überwiegend aufgrund von Personalabbau. Häufigster Grund für die Kostensteigerung bleiben Gehaltssteigerungen. Gut ein Drittel der Befragten führt sie auf eine höhere Berufsträgeranzahl zurück. Demgegenüber spielte der Zuwachs an Fachkräften nur bei 16 Prozent eine Rolle. Bei knapp einem Fünftel lassen Veränderungen der IT-Landschaft die Ausgaben steigen. 

Die kompletten Ergebnisse der JUVE-Inhouse-Umfrage finden Sie in der aktuellen Ausgabe des JUVE Rechtsmarkt 2/2020.

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