JUVE spricht mit…Dr. Gottfried Freier von Kaye Scholer

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Mit drei Partnern startete Kaye Scholer 2002 in Frankfurt. Derzeit arbeiten 22 Anwälte für die US-Kanzlei, die das Büro am Main weiter ausbauen will. Dr. Gottfried Freier (52), ist seit 2007 Managing Partner.JUVE: Mit dem Zugang von Herrn Leip und seinem Team bauen Sie eine eigene deutsche IP-Praxis auf. Welche Rolle spielt der Bereich in der Strategie der Kanzlei hierzulande?

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Gottfried Freier: Der IP-Bereich ist für uns sehr wichtig. Hier sind wir in den USA sehr stark, vor allem in Patent-Litigation. Die US-Strategie von Kaye Scholer wollen wir auch in Europa noch stärker reflektieren und vor allem großen US-Mandanten in Deutschland eine Plattform bieten. Schon kurzfristig werden wir noch einen neuen Partner mit Schwerpunkt in Litigation hinzuholen. Ein erstes Ziel haben wir dann auf unserem Weg erreicht. Denn wir streben in Deutschland eine IP-Litigation-Position an, die der in den USA entspricht.

JUVE: Wie wollen Sie auch in den Kanzleischwerpunkten Real Estate und Corporate an die Erfolge der Kanzlei in den USA anknüpfen?

Gottfried Freier: Auch dies sind Gebiete, auf die wir hier hierzulande als Kerngebiete setzen. Wir bauen dabei ebenfalls auf Quereinsteiger. In Real Estate kam Anfang Februar Dr. Klaus Schubäus als of Counsel. Vor allem Corporate ist jetzt der Bereich, wo wir unsere Hausaufgaben machen müssen und auch werden. Hier werden wir bislang noch weniger eigenständig als in anderen Segmenten wahrgenommen. Einen ersten Schritt haben wir mit dem am 1. März bevorstehenden Zugang von Dr. Wolfgang Seidel von Beiten Burkhardt jetzt gemacht.

JUVE: Sie sind nun genau ein Jahr als deutscher MP für Kaye Scholer tätig – was waren aus Management-Sicht die beiden wichtigsten Entwicklungen in dieser Zeit?

Gottfried Freier: Personell sind wir wie geplant gewachsen, wir sind nun 22 Anwälte, vor einem Jahr waren es rund 15. Dem haben wir auch auf organisatorischer Ebene Rechnung getragen. Dies fängt damit an, dass wir jetzt zum Beispiel einen Office Administrator haben, gleichzeitig haben wir noch stärker Teams gebildet. Die Organisation und die Struktur des Büros haben wir sukzessive auf weiteres Wachstum vorbereitet. Zudem haben wir uns innerhalb Kaye Scholer deutlich stärker integriert. Die Abstimmung mit USA ist enger geworden.

JUVE: Bislang verfügen Sie zwar über 540 Anwälte, aber weltweit nur über 8 Büros, in Europa nur in Frankfurt und London. Stehen weitere Standorte auf der Agenda?

Gottfried Freier: Bislang ist dies nicht geplant. Wir sind auch in allen Rechtsgebieten vertreten, die wir hierzulande abdecken möchten. Wichtig ist, dass wir vorhandene Synergien mit unserer US-Basis bestmöglich ausnutzen. Ich denke da vor allem an Prozesse sowie M&A Deals für große Mandanten der US-Büros. Genauso wichtig ist aber, weiter im deutschen Geschäft verwurzelt zu bleiben. Das Geschäft, das aus Frankfurt betreut wird, wird ganz überwiegend hier generiert. Wenn sich aber an anderen Standorten eine gute Gelegenheit ergibt, wird man weitersehen.

Das Gespräch führte René Bender.

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