Im September hat auch die französische Rechtspresse die Jahresumsätze der dortigen Kanzleien veröffentlicht. Trotz zum Teil immenser Unterschiede, die sich aus den Umfragen der Magazine ,Decideurs Juridiques' und ,Juristes Associes' ergeben, sind doch zwei Trends erkennbar: Britische und US-Sozietäten machen weiter französischen Boden gut und die WP-nahen Kanzleien spielen im Konzert der Großen keine Rolle.Laut ,Juristes Associes' konnte die Mehrheit der Kanzleien ihre Vorjahresergebnisse halten oder geringfügig verbessern. Allerdings sei das langsamste Wachstum seit Erhebung der Zahlen für 2002 festzustellen gewesen, die Zahl der Neueinstellungen befänden sich ebenfalls auf dem Tiefpunkt. Dabei machte die Zeitschrift nur bei jenen Kanzleien eine Umsatz-Verbesserung aus, die es geschafft hätten, neue Beratungsbereiche für sich zu erschließen. Zudem habe eine rigidere Kostenkontolle in die Büros Einzug gehalten.
Der französische Markt habe sich weiter gespalten. Englische Sozietäten seien im Vordringen und die WP-nahen Kanzleien litten unter eine Identitätskrise. Die Amerikaner blieben gewohnt stark, was darin begründet sei, dass sie schon lange in Frankreich aktiv seien. Französische Anwälte erwehrten sich der stärker werdenden Konkurrenz nach Kräften.
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