Juve Plus Kommentar

Kanzleimarkt im Umbruch: Auch die Gewinner stehen auf dünnem Eis

Top-US-Kanzleien gelten als Vorbild. Doch wer ihnen einfach nacheifert, riskiert Partner, Profil und Preismacht. Und selbst die vermeintlichen Gewinner sind nicht vor den Folgen des Umbruchs sicher. Ein Kommentar von Martin Ströder.

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Es ist bequem, die Entwicklung des Rechtsmarkts als Triumph der Amerikaner zu erzählen. 192,9 Prozent Umsatzplus in den vergangenen zehn Jahren, Preismacht bis 2.000 Euro die Stunde – die Zahlen sind erdrückend. Doch wer sie für das Ende der Geschichte hält, hat den tektonischen Bruch nicht verstanden, der gerade durch die Branche geht. Er trifft im Grunde jede Kanzlei außer die wenigen erfolgreichen US-Praxen. Wer weder ihre schlanke Schlagkraft noch ihre kühle Steuerungsfähigkeit besitzt, wird zwischen den Polen zerrieben und verliert Partner, Profil und Preis zugleich.

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