Nach zwei Top-Adressen folgt die Gründung der eigenen Kanzlei: Anne-Kathrin Bertke (42) hat sich zum Jahresbeginn in Hamburg mit der Kanzlei Newhaven selbstständig gemacht. Seit Oktober 2022 hatte sie bei der Arbeitsrechtsboutique Kliemt in Hamburg als Principal Counsel – bei anderen Kanzleien vergleichbar mit der Position des Salary-Partners – gearbeitet. Zwischen 2013 und 2022 als Associate im Hamburger Büro von Freshfields.
Dort beriet Bertke namhafte Mandanten zu Umwandlungen, Unternehmensmitbestimmung und zu SE-Gründungen, darunter J.P. Morgan, Patrizia und Mister Spex. Ein weiterer Schwerpunkt ist die arbeitsrechtliche Beratung in der Insolvenz und bei Restrukturierungen. So wirkte Bertke etwa beim Kauf der Windenergiesparte von Senvion durch Siemens Gamesa und bei der Schließung der deutschen Topshop-Filialen im Rahmen eines englischen Administratoren-Verfahrens der Arcadia-Gruppe mit. Auch bei Transaktionen und in der Rechtskommunikation verfügt sie über Erfahrungen. Mittelfristig plant die Gründerin mit einem Team von drei bis fünf Anwältinnen und Anwälten, die ersten Gespräche laufen bereits.
Unternehmens- und Führungskräfteberatung
In ihrer neuen Kanzlei wird Bertke sich außerdem auf die arbeitsrechtliche Beratung von Führungskräften fokussieren, vor allem Vorstände und Geschäftsführer. 2024 vertrat Bertke unter anderem den ehemaligen Evotec-Chef Werner Lanthaler beim Vorwurf des Insiderhandels.
Kliemt ist nach dem Weggang Bertkes in Hamburg weiterhin mit acht Anwältinnen und Anwälten vertreten. Das Büro besteht seit 2019 und wird von Partner Henrik Lüthge geleitet. Die bundesweit vertretene Großboutique zählt seit Jahren zu den ersten Adressen im Arbeitsrecht – sowohl in der Unternehmens- als auch in der Führungskräfteberatung. Zu ihren Mandanten gehören etwa Bayer, SAP und Knorr-Bremse.