Konfliktlösung

Jones Day verstärkt sich mit Quereinsteigerin von Dentons

Zum Mai wechselt Amy Kläsener von Dentons in das Frankfurter Büro von Jones Day. Knapp anderthalb Jahre, nachdem Anna Masser Jones Day verlassen hat, um die Leitung der Schiedspraxis bei Allen & Overy zu übernehmen, hat die US-Kanzlei nun mit Kläsener wieder eine Partnerin in der Konfliktlösungspraxis.

Teilen Sie unseren Beitrag

Kläsener ist spezialisiert auf internationale Schiedsverfahren, vor allem Infrastruktur-, Bau- und M&A-Streitigkeiten. Die US-Anwältin begann ihre Karriere 2005 bei Sullivan & Cromwell und wechselte 2008 zu Shearman & Sterling. Dort war sie zuletzt Counsel, als sie 2017 zu Dentons wechselte. Bei Dentons baute sie die deutsche Disputes-Praxis auf, die seit vergangenem Herbst von Heiko Heppner und Dr. Thomas Nebel geleitet wird. Kläsener gilt auch als Legal-Tech-Expertin. Sie war unter anderem Teil eines Teams, das einen deutschen Autokonzern bei der Abwehr von Massenklagen im Dieselkomplex vertritt.  

Amy Kläsener
Amy Kläsener

Die deutsche Konfliktlösungspraxis von Jones Day hatte Anfang 2020 die Schiedsrechtlerin Anna Masser an Allen & Overy verloren, die erst im Jahr zuvor zur Partnerin ernannt worden war. Nun besteht die Praxis aus den drei Partnern Amy Kläsener, Dr. Johannes Willheim und Dr. Dieter Strubenhoff sowie einem of Counsel und vier Associates. Bei dieser Erweiterung soll es aber laut Ansgar Rempp, dem Deutschlandchef von Jones Day, nicht bleiben: „Wir haben einen ersten wichtigen Schritt bei der Umsetzung unseres Wachstumszieles für unsere deutsche Global-Disputes-Praxis erfolgreich getan“, sagt der M&A-Partner. „Dies gilt umso mehr, als wir in den nächsten Monaten weiteres Wachstum sowie einen weiteren hochkarätigen Zugang für diesen Bereich erwarten.“ Global umfasst die Praxisgruppe Konfliktlösung von Jones Day mehr als 200 Anwälte. Die Partner Willheim und Strubenhoff führen auch Schiedsverfahren, allerdings ist bei Strubenhoff die Arbeit in Verfahren vor staatlichen Gerichten ausgeprägter. 

Dentons, die erst mit Kläseners Zugang 2017 eine eigene Disputes-Praxis in Deutschland gründete, verfügt inzwischen über ein Team, das nominell größer ist als das vieler Wettbewerber. Dazu zählen nach Kläseners Wechsel drei Partner, drei Counsel und knapp ein Dutzend Associates. Das Team ist auf alle deutschen Dentons-Standorte verteilt, wobei Frankfurt und Düsseldorf die Schwerpunkte sind.

Artikel teilen

Lesen sie mehr zum Thema