Jansen verantwortet damit die Rechtsfunktion des rund 30-köpfigen KI-Unternehmens und leitet zugleich ein zweiköpfiges Team, das juristische Anforderungen in den Legartis Legal AI Workspace übersetzt. Neben einem Legal Engineer soll dafür auch eine Legal Counsel-Position besetzt werden. Jansen berichtet direkt an CEO David Alain Bloch.
Die Zusammenführung beider Funktionen soll nach Angaben von Legartis sicherstellen, dass juristische Anforderungen und technische Entwicklung enger verzahnt werden. Jansen will sicherstellen, dass die für rechtliche Zwecke entwickelten KI-Systeme so entwickelt werden, dass Juristen ihre Ergebnisse zuverlässig prüfen und verantworten können.
Hintergrund in Legal Tech
Jansen war zuletzt Chief Legal Officer bei Staffbase, einem Start-up, das eine KI-getriebene Mitarbeiterplattform für die interne Kommunikation anbietet. Zuvor war er sechs Jahre Chief Legal Officer bei CoachHub, einer Online-Plattform für berufliches Coaching. Dort baute er die Rechts- und Informationssicherheitsfunktion auf, während die Belegschaft des Unternehmens von rund 20 auf über 1.000 Mitarbeitende anwuchs.
Neben seiner juristischen Tätigkeit entwickelt Jansen selbst Legal Tech-Tools, darunter die Forensik-Software seiner Firma Devidence sowie automatisierte KI-Redlining-Systeme.
Legartis bietet seit 2017 einen kollaborativen Legal Workspace für Vertragsanalyse und juristische Workflows an, der auf Servern in der Schweiz und Europa läuft. Dieser wurde jüngst noch um die Facette ‚Contract Negotiation‘ erweitert, das heißt, ein Legal Agent vergleicht jede neue Vertragsversion automatisch mit der vorherigen und fasst die wichtigsten Änderungen zusammen. Nutzerinnen und Nutzer können dann den geprüften Vertrag direkt aus dem Workspace an die Gegenseite schicken, was die Abstimmungsprozesse beschleunigen kann.