Teamwechsel

Litigation-Team von Wirsing Hass Zoller geht zu Lutz Abel

Lutz Abel verstärkt ihre Litigation-Praxis zum Jahreswechsel auf einem strategisch wichtigen Gebiet: Bank- und Kapitalmarktspezialist Dr. Michael Zoller (57), bisher Namenspartner bei Wirsing Hass Zoller, schließt sich der Mittelstandskanzlei als Equity-Partner an. Begleitet wird er von einem vierköpfigen Team, zu dem neben Partner Frank Wegmann (46) und Counsel Karina Schreyer-Zacharias (34) noch zwei Associates zählen.

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Zoller war seit seinem Berufseinstieg bei der in München gut vernetzten Einheit Wirsing Hass tätig, ab 2013 als Namenspartner. In dieser Zeit machte er bei der Abwehr von Berufs- und Organhaftungsklagen, insbesondere von Wirtschaftsprüfern, und bei Masseverfahren auf sich aufmerksam. Häufig war er bei der Abwehr von Anlegerklagen tätig, auch im Rahmen von KapMug-Verfahren. Besondere Aufmerksamkeit erlangte er mit seinem Team zuletzt durch die Beratung und Prozessvertretung von Ernst & Young im Wirecard-Komplex. Zoller vertrat die Wirtschaftsprüferin auch schon gegen Ansprüche des Insolvenzverwalters der an Cum-Ex-Verwicklungen zugrunde gegangenen Maple Bank.

Michael Zoller

Auch die mit Zoller wechselnde Counsel Schreyer-Zacharias und Partner Wegmann sind spezialisiert auf Litigation im Bank- und Finanzrecht, Wegmann zusätzlich noch mit insolvenzrechtlichem Know-how.

Strategische Verstärkung

Lutz Abel ergänzt mit den Zugängen ihre wachsende Litigation-Praxis um eine weitere strategisch interessante Säule. Bislang steht vor allem Namenspartner Dr. Reinhard Lutz für Gesellschafterstreitigkeiten und die Abwehr von Organ- und Berufshaftungsklagen, während Dr. Marius Mann von Stuttgart aus das Thema handelsrechtliche Streitigkeiten bearbeitet. In den vergangenen Wochen war die Kanzlei in den Schlagzeilen, weil sie vom RBB mit der Aufklärung der Affäre um die ehemalige Intendantin Patricia Schlesinger beauftragt wurde.

Neben der inhaltlichen bedeuten die Zugänge auch eine deutliche personelle Verstärkung – nicht nur für Lutz Abel, sondern auch für Zoller, der in den vergangenen Jahren immer wieder nach Wachstumsmöglichkeiten gesucht hatte, um die Schlagkraft für personalintensive Massenverfahren zu erhöhen. Die Litigation-Gruppe von Lutz Abel wächst mit den Zugängen auf knapp 20 Berufsträgerinnen und Berufsträger, die derzeit primär von Stuttgart und München aus arbeiten.

Für die bei Wirsing Hass verbleibende sechsköpfige Mannschaft bedeuten die Weggänge kaum Veränderungen, da die Teams des Private-Client-Beraters Dr. Claus Hass und der Arbeitsrechtlerin Dr. Christine Dross auch früher schon weitgehend unabhängig vom Litigation-Team agierten. Zukünftig wird die Kanzlei Wirsing Hass Dross heißen. Namenspartner Dr. Georg Wirsing verstarb 2018.

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