Das sagt JUVE
Manche Bibliotheken schließen abends. Die des Bundesgerichtshofs nicht. Sie ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche geöffnet, und alles, was nicht über Beck abrufbar ist, lässt sich dort finden. Maximilian Konrad liebt das. Er wurde im vergangenen Jahr einer von elf neuen BGH-Anwälten – und gehört damit zu einem besonderen Schlag von Juristen. Konrads Themenspektrum ist enorm: Bank- und Kapitalmarktrecht, Gesellschafts-, Insolvenz-, Arzthaftungs-, Delikts-, Erb- und Immobilienrecht. Außerdem liebt er es, rechtlichen Problemen bis in Bundestags- oder sogar Reichstagsdrucksachen auf den Grund zu gehen. Dafür ist er jetzt in eigener Kanzlei in Karlsruhe am perfekten Ort. Zwei Mitarbeitende hat er inzwischen eingestellt.
Bevor Konrad selbst BGH-Anwalt wurde, war er nach dem Studium bereits einige Jahre Mitarbeiter des BGH-Anwalts Christian Zwade. 2020 wechselte er für ein Jahr in die Münchner Kartellrechtsboutique Buntscheck, ab 2021 führte er bei Hoffmann Eitle vor allem Patentprozesse.
Das sagen andere
„Er ist ein grandioser Jurist, wahrscheinlich besser als wir alle. Der Move zum BGH passt hervorragend zu ihm: Er muss sich nicht innerhalb einer Kanzlei durchsetzen, er muss den Mandanten weniger erklären und kann sich voll auf das konzentrieren, was er wirklich besser kann als andere: prägnante Rechtsauffassungen entwickeln und brillant formulieren.“ (Partner einer Instanzkanzlei)
„Er ist bedingungslos für Patentrecht und Kartellrecht zu empfehlen. Keine Rampensau, aber im positiven Sinne. Er ist kreativ, gräbt sich ein, und bringt dann eher nicht einen Haufen von Argumenten, von denen er hofft, dass eines durchdringt, sondern er findet das eine Killerargument. Wenn Sie so wollen: Er hantiert nicht mit der verbalen Schrotflinte. Er ist Scharfschütze.“ (Partner einer Instanzkanzlei)
Das sagt Maximilian Konrad selbst
Über welches Thema können Sie eine 30-minütige Präsentation halten, ohne jede Vorbereitung?
Das Gemeinwohl, die öffentliche Meinung und die fusionsrechtliche Ministererlaubnis (mein Dissertationsthema).
Warum Jura?
Während meines Zivildienstes als persönlicher Assistent des sehbehinderten Prof. Dr. Heinrich Scholler (Öffentliches Recht und Politikwissenschaft) habe ich erlebt, wie sehr Jura Gerechtigkeitsfragen mit historischen, politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen verbindet – das hat mich damals begeistert und tut es heute immer noch.
Wenn nicht Jura, was dann?
Archäologie
Greatest Hits
- Spricht russisch.
- Hat neben den Jura-Abschlüssen einen Master in European Studies.