Neue Bestmarken

Deutsches Geschäft von White & Case wächst stark

Umsatzstärker und produktiver: Das waren die Ziele, die sich die New Yorker Kanzlei vor etwa fünf Jahren aufgab. Gerade in Deutschland kann sich der wirtschaftliche Erfolg der Kanzlei seither sehen lassen. Um etwa zwölf Prozent stieg der Umsatz 2020 auf 182 Millionen Euro. Und auch die Produktivität erreicht nach zehn Jahren Steigerung nochmals eine neue Bestmarke.

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Karsten Wöckener
Karsten Wöckener

An den deutschen Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg stieg der Umsatz pro Berufsträger (UBT) auf 831.000 Euro. In US-Dollar umgerechnet wurde mit diesem Wert nach aktuellem Kurs sogar die Marke von einer Million Umsatz pro Anwalt erreicht.

Zu Beginn der Fünfjahresstrategie lag der UBT der Kanzlei noch bei 612.000 Euro. Er erhöhte sich in den vergangenen fünf Jahren damit um mehr als ein Drittel. In Deutschland veröffentlicht White & Case keine Angaben zur Anzahl ihrer Equity-Partner. Sie kommt aber auf gut 61 Partner-FTE (Full Time Equivalents) und damit auf über drei Millionen US-Dollar Umsatz pro Partner.

Im Vergleich mit den meisten anderen US-Kanzleien nimmt das deutsche Geschäft insgesamt eine wichtige Rolle ein. Weltweit setzte die Kanzlei rund 2,1 Milliarden Euro und damit neun Prozent mehr um als im Vorjahr. Mit zwölf Prozent Wachstum steigt der deutsche erneut stärker als der Gesamtumsatz.

Im unsicheren Umfeld stieg selbst die Zahl der Berufsträger um 9,5 auf 219 FTEs an. Größter unter den vier deutschen Standorten ist weiterhin Frankfurt mit etwa der Hälfte der landesweit tätigen Berufsträger. Das Frankfurter Team wuchs 2020 noch einmal, während in Berlin und Hamburg die Kopfzahlen leicht sanken.

Matthias Kasch
Matthias Kasch

Die personelle Entwicklung ging auch im vergangenen Jahr mit der Fortsetzung des Generationswechsels einher. Anfang 2020 ernannte die Kanzlei acht neue Partner. Zum Jahresende schied Matthias Kasch (60) aus der Partnerschaft aus. Der M&A-Experte war 32 Jahre für die Kanzlei aktiv, davon 29 als Equity-Partner.

Vor einem Jahr etwa beriet er den Mutterkonzern der polnischen Fluggesellschaft LOT, die Polish Aviation Group (PGL), bei der geplanten Übernahme des deutschen Ferienfliegers Condor. Ein wichtiges Mandat für die Kanzlei, für die Kasch in der Vergangenheit bereits bei großen Umgestaltungen der Frankfurter Finanzbranche in zentraler Position mitwirkte, etwa beim Umbau der DZ Bank oder bei der Gestaltung der Deutschen Börse aus der Frankfurter Wertpapierbörse.

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