Fondsberatung

Poellath-Gründer wechselt zum Poellath-Spin-off Orbit

Dr. Andreas Rodin, einer der Gründungspartner von Poellath, wird die Kanzlei verlassen. Sein Ziel ist die neue Fonds-Boutique Orbit, die vor einigen Monaten in Berlin von einer Gruppe von Poellath-Anwälten gegründet wurde. Der 65-Jährige wird voraussichtlich als Partner bei Orbit starten.

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Andeas Rodin

Rodin hatte seinen Entschluss, die Kanzlei zu verlassen, intern schon im August bekannt gegeben. Bereits damals war klar, dass er sich dem Spin-off aus seinem Team anschließen würde, das parallel mit der Boutique Orbit an den Start gegangen war. Eine feste Grenze für einen altersbedingten Ausstieg gibt es bei Poellath bekanntlich nicht. Geplant ist, dass Rodin zunächst als Partner bei Orbit einsteigt, um dann perspektivisch in den Of-Counsel-Status zu wechseln.

Rodin war 1997 einer der Gründungspartner von Poellath, vorher hatte er bei Raupach Rädler und Baker McKenzie gearbeitet. Der Fondsspezialist ist einer der bekanntesten Köpfe des Private-Equity-Geschäfts in Deutschland. Er hat die Entwicklung des Investment- und Venture-Capital-Geschäfts hierzulande von Beginn an begleitet und sich dabei vor allem auf die Strukturierung von Private-Equity- und VC-Fonds mit all ihren Facetten fokussiert. Innerhalb der hochklassigen Fonds-Praxis von Poellath ist Rodin im Markt vor allem für sein aufsichtsrechtliches Know-how bekannt.

Erste deutsche Fonds-Boutique

Mit dem prominenten Zugang zählt Orbit nun insgesamt sechs Berufsträger und eine erfahrene Chief Operating Officer, für Januar ist weiterer Zuwachs angekündigt. Orbit ist die erste deutsche Kanzlei, die sich ausschließlich auf die Beratung zum Fondsrecht spezialisiert hat.

Alle Gründungspartner waren zuvor Counsel und Associates bei Poellath. Vor allem Philipp Neidel und Dr. Simon Schachinger waren regelmäßig im Team mit Rodin für Venture-Capital-Investoren tätig. Seit Mitte 2020 berät das Trio etwa die öffentliche Hand zu den fondsrelevanten Aspekten bei der Gestaltung von milliardenschweren staatlichen Corona-Hilfsprogrammen, zum Beispiel KfW Capital, die Europäische Investitionsbank und den Europäischen Investitionsfonds.

Rodins Weggang ist ein Verlust für Poellath. Allerdings zählt die große Fondspraxis immer noch 44 Berater, 8 davon sind Equity-Partner. Insbesondere Amos Veith, Uwe Bärenz und Dr. Peter Bujotzek sind anerkannte Größen unter den Fondsberatern. Sie bilden gemeinsam mit Ronald Buge und Peter Peschke auch die steuerliche Fondsberatung ab. Poellath erklärte, man habe „die breite Expertise des Fachbereichs“ auf zahlreiche Schultern und starke, jüngere „Zugpferde“ verteilt. Der Nachwuchs habe den Generationswechsel im Fachbereich kontinuierlich vorangetrieben. 

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