Wird das Berufsrecht nach den Bilanzskandalen des vergangenen Jahres verschärft? Anwälte mehrerer Big-Four-Unternehmen prüfen derzeit intensiv mögliche Konsequenzen. So haben in einem Strategietreffen Ende November 2002 über vierzig Partner von PricewaterhouseCoopers Veltins mögliche Zukunftsszenarien diskutiert."Wir beobachten intensiv das regulatorische Umfeld", sagte der Düsseldorfer Partner Thomas Kerkhoff, einer von vier neuen Geschäftsführern der PwC-Anwalts-GmbH und neben Prof. Dr. Michael Veltins weiteres deutsches Mitglied des zehnköpfigen Executive Board des internationalen PwC-Rechtsnetzes Landwell. "Wenn es aus regulatorischen oder auch wirtschaftlichen Gründen notwendig werden sollte, beraten wir gemeinsam mit PwC die weiteren Schritte."
Die Szenarien beim PwCV-Treffen bewegten sich dagegen dem Vernehmen nach zwischen den strategischen Gegenpolen einer Abkopplung von dem Wirtschaftsprüfungs-Riesen PwC oder einer möglichen Rolle als integrierte PwC-Rechtsabteilung. Letzteres komme jedoch nicht in Betracht, hieß es aus Partnerkreisen. Als besonders brisante Thematik gilt bei den Anwälten offenbar auch der künftige Verbleib der großen PwC-Steuerberatungseinheit, sollte es tatsächlich zu einer Trennung von Anwälten und Wirtschaftsprüfern kommen.
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