Lüttmann hatte sich 1995 der Freshfields-Vorgängerin Bruckhaus Westrick Stegermann angeschlossen und war seit 1999 Partnerin der Sozietät. Dort gehört sie der Gesellschaftsrechts- und der Konfliktlösungspraxis an und begleitet vor allem Mandanten aus der Chemie-, Pharma- und Energiebranche.
Ihre Verbindung zum Düsseldorfer Energiekonzern E.on und dessen Gasversorgungstochter Eon Ruhrgas AG gilt als besonders eng. So betreute sie E.on schon 2002 als junge Partnerin beim Erwerb der Mehrheit der Ruhrgas-Aktien vom RAG-Konzern. In der Folge war Lüttmann auch mehrfach in Transaktionen für Bayer tätig, wie etwa beim Verkauf der Pflanzenschutzsparte an BASF oder bei der Übertragung der europäischen Impfstoff-Marketingrechte an Pfizer Animal Health.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit war die Beratung und Prozessführung in gesellschafts- und energierechtlichen Streitigkeiten. Als Parteivertreterin in Schiedsverfahren trat Lüttmann vor allem in Post-M&A-Fällen und bei Preisanpassungen in langfristigen Energielieferverträgen auf. Seit dem vergangenen Jahr gehörte sie auch dem dreiköpfigen deutschen Koordinationsteam in der ,Global Investigations Group‘ an, mit deren Gründung Freshfields auf die wachsende Bedeutung von Behördenermittlungen in Industrieunternehmen reagierte (mehr…). Über die Nachbesetzung der vakanten Position will die Kanzlei dem Vernehmen demnächst entscheiden.
Bei ihrem neuen Arbeitgeber tritt die 45-Jährige die Nachfolge des langjährigen Bistumsjustiziars Engelbert Honkomp an, der Ende Juli in Ruhestand ging. Lüttmann wird sich künftig mit der gesamten Bandbreite der Rechtsfragen des Bistums beschäftigen, insbesondere dem Stiftungsrecht. Sie agiert dann als Rechtsaufsicht für alle kirchlichen Einrichtungen und tritt in dieser Funktion solche auch gegenüber den kommunalen Behörden auf.