40 unter 40 Konfliktlösung

Sophie Thürk: Mehr Drama, bitte!

Sie haben ihren 40. Geburtstag noch nicht gefeiert, haben sich aber bereits einen Namen gemacht: die JUVE 40 unter 40 Dispute Resolution. Dr. Sophie Thürk von Winter Thürk gehört dazu.

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Das sagt JUVE

Als Sophie Thürk 2013 Mitarbeiterin in ihrer heutigen Kanzlei wurde, hieß diese noch Krämer Winter. Ihr heutiger Sozius Thomas Winter war gerade zum BGH-Anwalt ernannt worden. Er war mehrere Jahre Mitarbeiter eines BGH-Anwalts, bevor er selbst einer wurde. Diese Konstellation wiederholte sich im vergangenen Jahr bei Sophie Thürk: Nach zwölf Jahren in der zweiten Reihe wurde sie als BGH-Anwältin zugelassen. Aus ihrem Chef Thomas Winter wurde kurz darauf ihr Kanzleipartner. Da war sie 38.

Auftritte vor BGH-Senaten gab es aber schon vorher. Man darf ab dem vollendeten 35. Lebensjahr vor dem BGH auftreten. Winter hatte Sophie Thürk zum 35. Geburtstag die Bestellurkunde überreicht, mit der sie ihn vertreten durfte – verbunden mit der Frage, ob sie das in vier Tagen denn wohl auch gleich mal machen könnte.

Es ging um einen Fall, in dem der BGH-Senat vorher einen Hinweis zur Sache gegeben hatte – höchst ungewöhnlich. Akribisch bereitete Thürk ihre erste Verhandlung auf Basis des Hinweises vor, schrieb seitenlange Plädoyers. Am großen Tag leitete der Senat die Verhandlung ein, indem er mitteilte, man halte nach eingehender Beratung nicht mehr an dem Hinweis fest. Damit lief die Vorbereitung ins Leere – und Thürk musste improvisieren. Nach allem, was wir heute wissen, hat sie das sehr gut gemacht. Der Rest ist Geschichte.

Das sagen andere

„Beeindruckende Karriere! Wenn man selbst schon so gut ist und dann auch noch von einem der Besten lernt, kann es eigentlich nur großartig werden. Und Thomas Winter ist klar einer der Besten!“ (Partner einer Disputes-Boutique)

„Sie ist extrem schlau und dabei auch noch schreiend lustig.“ (Partner einer Großkanzlei)

Das sagt Sophie Thürk selbst

Was wird im nächsten Jahr der wichtigste Markttrend in Ihrem Tätigkeitsbereich sein?

Die Zunahme komplexer Massenverfahren – insbesondere im Datenschutzrecht – und die Frage, wie und wie schnell diese höchstrichterlich geklärt werden.

Wenn nicht Jura, was dann?

Meine Schulzeit war ausschließlich geprägt von Literatur, Theater, Kunst, Musik und Tanz. Dramaturgin wäre die erste Wahl gewesen.

Worüber können Sie sich verlässlich aufregen?

Über zu kleine Portionen im Restaurant.

Wie feiern Sie Ihren 40. Geburtstag?

Der ist ja noch sehr weit weg.

Greatest Hits

Als ein Mandant erst am Tag des Fristablaufs anrief mit der Bitte, ein von einem Kollegen eingereichtes Rechtsmittel doch „noch schnell“ zu begründen. „Ich habe unter Hochdruck gearbeitet und – für den Bundesgerichtshof unüblich – den Schriftsatz noch im letzten Moment eingereicht.“

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