Unter dem Namen Teal geht dann in München eine Kanzlei an den Start, die sich auf die vernetzte Beratung im IT- und Soft-IP-Recht fokussieren und dabei insbesondere auch zu KI-Themen beraten will. Gründer sind die drei Ampersand-Partner Dr. Patrick Baronikians (55), Susanne Schmidt (46) und Dr. Daniel Kaboth (56) sowie der SKW Schwarz-Partner Benjamin Spies (46). Baronikians und Schmidt sind beide auf Markenrecht spezialisiert, Kaboth und Spies stehen für den IT- und medienrechtlichen Bereich. Zwei Ampersand-Associates sowie vier Paralegals folgen den Partnern in die neue Einheit, dazu kommen noch Tobias Schönhöfer, der zuletzt als Associate bei Simmons & Simmons tätig war, sowie eine Paralegal von SKW. Vom Start weg ist die Kanzlei dann mit sieben Berufsträgern und fünf Mitarbeitenden tätig.
Gemeinsame SKW-Vergangenheit
Die Gründer kennen sich schon lange, teils aus gemeinsamen Zeiten bei SKW: Kaboth war 2015, gut drei Jahre nach Gründung von Ampersand, von SKW zu der IP-Boutique gestoßen. Bei SKW hatte Kaboth über 13 Jahre gearbeitet, und auch Baronikians war dort bis zum Jahr 2006 tätig. Dann schloss sich der Markenrechtsspezialist als Partner der gemischten IP-Kanzlei Hofstetter Schurack & Partner an. Von dort wechselte Baronikians 2021 gemeinsam mit Schmidt zu Ampersand. Der vierte Partner Spies, war nach Stationen bei Mayer Brown und WilmerHale seit 2015 bei SKW, seit 2018 als Partner in der großen IT-Praxis der Kanzlei.
Gesamtes Taliens-Markenteam wechselt zu Ampersand
Ampersand kann die entstehende Lücke im Soft-IP direkt schließen und holt die beiden im Markt bekannten Taliens-Partner Dr. Federica Togo (49) und Dr. Tobias Müller (50) in ihr Team. Beide verfügen über die deutsche und italienische Anwaltszulassung und waren 2018 aus der damaligen Kanzlei Wirsing Hass Zoller zu Taliens gewechselt. Ihr Soft-IP-Team, das sie seither aufgebaut haben, wechselt nun mit ihnen zu Ampersand: Neben der Counsel Dr. Lena Weber gehören dazu ein Associate sowie zwei Paralegals.
Müller kennt den den Ampersand-Partner und Patentrechtsspezialisten Hosea Haag schon seit langem, zwischen 2004 und 2009 hatten beide im Münchner Büro von Bird & Bird gearbeitet. Zudem treffen sie bei Ampersand auf Alexandra Heÿn, die ebenfalls einen Schwerpunkt im Marken- und Urheberrecht hat. Nun wollen sie gemeinsam ihre Teams weiter entwickeln und ausbauen.
Bei Taliens verbleibt nach den Abgängen in München nun das renommierte Patentprozessrechtsteam um Thomas Lynker sowie die Partnerin Dr. Monika Stöhr, die umfassend auch zum Soft-IP berät. Insgesamt arbeiten dort dann drei Partner, zwei Associates und ein of Counsel. Zudem sind im Pariser Büro der Kanzlei einige der Anwälte regelmäßig im Soft-IP tätig, darüber deckt die Kanzlei auch weiter das europäische Prosecution-Geschäft ab. In München will die international aufgestellte Boutique wieder wachsen – auch im Markenrecht, denn durch die Abgänge fehlen ihr vor Ort vor allem prozesserfahrene Markenrechtler.
Bei Ampersand sind dann ab Januar insgesamt fünf Partner sowie eine Counsel und vier Associates tätig.