Stuttgart

Frühere Compliance-Chefin von Bosch wechselt zu BRP

Die Stuttgarter Kanzlei BRP Renaud & Partner hat zum August Dr. Susanne Jochheim (49) als Quereinsteigerin für den Ausbau ihrer Compliance-Beratung gewonnen. Die Arbeitsrechtlerin war fast 20 Jahre für Bosch tätig, ab 2010 als Compliance-Chefin. Vor einem Jahr schloss sie sich der Arbeitsrechtsboutique Naegele als Counsel an, bei BRP steigt sie als Partnerin ein.

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Jochheim_Susanne
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BRP erschließt sich die Compliance-Beratung seit mehreren Jahren aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Zum Team gehören etwa Gesellschaftsrechtler Dr. Ulrich-Peter Kinzl, Stafrechtler Dr. Alexander Schork, IT-Rechtler Dr. Thomas Weimann und Kartellrechtler Dr. Martin Beutelmann. Anders als Inhouse-Schulungen oder die Aufarbeitung konkreter Fälle sind Großmandate zum Aufbau ganzer Compliance-Management-Systeme allerdings bisher eher selten. Genau auf diesem Gebiet soll Jochheim mit ihrer langjährigen Erfahrung eine Lücke schließen.

Jochheim stieg 1996 bei Bosch in der Abteilung für Arbeitsrecht ein. Bevor sie das Compliance-Team auf- und ausbaute, leitete sie unter anderem das Berliner Verbindungsbüro des Konzerns und die Personalabteilung. Als Compliance-Chefin führte sie bei Bosch Prozesse für interne Untersuchungen ein sowie konzernweite Standards in Bereichen wie Antikorruption, Provisionen und Datenschutz. Zudem arbeitete sie mit Ermittlungsbehörden zusammen.

Zu Naegele wechselte Jochheim vor einem Jahr, um dort den Bereich Compliance aufzubauen. Allerdings stieß sie mit ihrem breiten, rechtsgebietsübergreifenden Ansatz an Grenzen in der auf Arbeitsrecht spezialisierten Stuttgarter Kanzlei. „Für eine wirklich umfassende Compliance-Beratung benötigt man ein Team aus verschiedenen Experten“, sagte Jochheim. „Kartellrecht, Datenschutz und Strafrecht sind neben der praktischen Erfahrung, die ich mitbringe, ein absolutes Muss. Das geht nur in einer Kanzlei, die breit aufgestellt ist.“ Jochheims Wechsel zu BRP sei, so betonen es alle Seiten, im besten Einvernehmen erfolgt.

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