Umsatz 2020

CMS mit Umsatzplus von knapp zehn Prozent

Mit dem Umsatzwachstum im vergangenen Geschäftsjahr übertrifft CMS Hasche Sigle noch einmal die Rekordjahre 2017 und 2019: Trotz Pandemie steigerte die Kanzlei ihren Umsatz 2020 um 32,6 Millionen auf insgesamt 376,2 Millionen Euro. Das sind 9,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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Hubertus Kolster
Hubertus Kolster

Neben dem Gesamtumsatz verzeichnet CMS ebenfalls eine angestiegene Produktivität in Deutschland: Der Umsatz pro Berufsträger (UBT) liegt bei 661.000 Euro, was einem Plus von 7 Prozent entspricht. Bereinigt insbesondere um den Anteil der Teilzeitbeschäftigten trugen insgesamt 569 Full Time Equivalents (FTE) zum Umsatz bei. Das sind 2,3 Prozent mehr FTE als im Vorjahr. „Wir haben aus einem herausfordernden Jahr ein herausragendes Jahr gemacht“, sagte Dr. Hubertus Kolster, Managing-Partner bei CMS Deutschland.

Das Umsatzplus erwirtschaftete CMS mit 719 Anwälten, wovon 210 als Equity-Partner die Kanzlei als Gesellschafter vertreten, darunter auch Managing-Partner Dr. Hubertus Kolster. Zum Jahresbeginn 2020 hatte CMS vier neue Partner ernannt aus den Geschäftsbereichen Corporate/M&A, Banking & Finance, Unternehmensstrafrecht/Compliance und Real Estate & Public an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart. Im Sommer vergangenen Jahres verlor jedoch die Münchner Coprorate- und M&A Praxis Dr. Martin Kolbinger als Equity-Partner an SZA Schilling Zutt & Anschütz, im Oktober machte sich die Stuttgarter Partnerin und Litigation-Pionierin Dr. Dorothee Ruckteschler selbstständig.

Zwar habe das klassische Transaktionsgeschäft coronabedingt eine leichte Flaute erlitten, so Kolster, demgegenüber florierte das Gesellschaftsrecht in Bezug auf Reorganisationen oder etwa Restrukturierungen sowie strategische Partnerschaften, wie Joint Ventures. Die Corona-Pandemie hat sich insbesondere im Arbeitsrecht und TMC als Kerntreiber der Digitalisierung erwiesen: So hat CMS vermehrt zur Einführung von New-Work-Konzepten, wie mobiles Arbeiten oder Desk-Sharing, oder im Zusammenhang mit digitalen Plattformen und Blockchain-Technologie beraten. Zudem zogen große Unternehmen wie Fraport, Douglas und Automobilzulieferer Mahle CMS wegen Personalabbaus hinzu.

Neben Gesellschafts- und Arbeitsrecht, die beide ertragsmäßig rund 20 Prozent mehr Umsatz gegenüber dem Vorjahr verbuchen konnten, haben sich vor allem die Geschäftsbereiche Bankrecht/Finanzierung (25 Prozent plus), Commercial (30 Prozent plus), Insolvenz/Restrukturierung (40 Prozent plus) sowie das Prozessrecht mit 51 Prozent mehr Geschäft besonders hervorgetan.

Zusätzlich zu Mandaten mit Corona-Bezug wie Stabilisierungsthemen und Stützungsmaßnahmen gehören einige Deals zu den umsatzstarken Mandaten. Beispiele sind die Beratung von Windkraftanlagenhersteller Nordex beim Verkauf der europäischen Projektentwicklungssparte an RWE, der Verkauf von Funkmasten von Mandantin Telefónica sowie die Übernahme des Novartis-Werks, bei der CMS an der Seite von BioNtech stand. Im Prozessrecht steht als Top-Mandat die Beratung von Daimler in einer Vielzahl von Klagen in Deutschland, außerdem koordiniert CMS deren Abwehr im Ausland.

Die Kosten lagen dem Management zufolge coronabedingt deutlich unter den Vorjahren, mitunter durch weniger Reisen und Events, was sich zusätzlich positiv auf die Profitabilität ausgewirkt hat. Zum Jahresbeginn 2021 ist die Kanzlei in die Gewerblichkeit eingestiegen. (Melanie Müller)

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