Für Taylor Wessing ist der Gewinn des Teams ein deutlicher Schritt beim Wiederaufbau des Berliner Büros, das Anfang des Jahres stark geschwächt wurde. Damals hatte ein Spin-off von rund 20 Anwälten um den ehemaligen Büroleiter Dr. Rüdiger von Hülst für Kirkpatrick & Lockhart Preston Gates deren erstes Büro in Deutschland eröffnet. Mit dem Zugang des Kapitalmarktrechtlers Marc-Oliver Kurth von Hoffmann Liebs Fritsch & Partner hatte Taylor Wessing dann am Standort erst kürzlich wieder einen ersten Schritt in Richtung Wachstum unternommen.
Die neuen Partner werden vor allem die Bereiche Corporate/M&A (auch Notariat) und Real Estate verstärken. Corporate-Anwalt und Notar Roman Bärwaldt arbeitet in erster Linie im Umwandlungsrecht und zu gesellschaftsrechtlichen Strukturierungen. Burkhard Frisch hat sich vor allem auf Transaktionen und Privatisierungen spezialisiert.
Dr. Patrick Brock berät in- und ausländische institutionelle Investoren bei Immobilien-Portfolio-Transaktionen, zuletzt vor wenigen Monaten die Hamburg Berlin Immobilien beim Verkauf eines Portfolios an die luxemburgische Brandenburg Properties 3. Thomas Wisniewski schließlich ist im Unternehmenssteuerrecht vor allem auf Umwandlungssteuerrecht spezialisiert.
„Dieses Team ist fachlich, geschäftlich und menschlich der perfekte „fit“ für uns“, sagte Konstantin Graf Lambsdorff, Geschäftsführer von Taylor Wessing in Berlin. Damit sei das Büro strategisch sehr gut positioniert und werde auf dieser Basis weiter wachsen.
Taylor Wessing wächst mit den Zugängen am Ort wieder auf 12 Partner und 12 Associates.
Für Graf von Westphalen bedeuten die Abgänge am Standort dagegen einen herben Verlust. Gesellschaftsrechtler Frisch war im Juni 2003 von Gibson Dunn & Crutcher in die Kanzlei gekommen. Bärwaldt, Brock und Wisniewski waren im Frühjahr 2005 nach der Schließung des Berliner Clifford Chance-Büros zu Graf von Westphalen gewechselt.
Zudem war Bärwaldt seit Mitte 2006 neben Dr. Barbara Mayer aus Freiburg geschäftsführender Partner der Sozietät, hatte dieses Amt allerdings bereits im Oktober wieder niedergelegt. Im Berliner Büro von Graf von Westphalen arbeiten künftig noch drei Partner, ein Of Counsel und sechs Associates.