Digitale Geschäftsmodelle

Ypog stärkt Finanzaufsichtsrecht mit Team von Eversheds Sutherland

Die Kanzlei Ypog erweitert in Hamburg und Berlin die Beratung im Finanzaufsichtsrecht. Dazu holt die aus Schnittker Möllmann hervorgegangene Einheit ein vierköpfiges Team um die erfahrene Partnerin Dr. Carola Rathke (51) von Eversheds Sutherland.

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Die Aufsichtsrechtsspezialisten stoßen bei ihrer neuen Kanzlei auf eine Gruppe von rund zehn Anwälten, die über verschiedene Rechtsgebiete hinweg die Beratung zu Krypto-Geschäftsmodellen ins Zentrum ihrer Arbeit stellen. Denn Ziel des Ausbaus ist es bei Ypog, alle rechtlichen Bereiche abzudecken, die für kryptobasierte Geschäftsmodelle bedeutsam sind.

Carola Rathke

Lizenz für Kryptoverwahrer Coinbase

Rathke war in den vergangenen Monaten häufig zu Fragen aus kryptobasierten und digitalen Geschäftsmodellen heraus mandatiert. Ihr Eversheds-Team beriet im Herbst etwa Coinbase dabei, als erster Anbieter in Deutschland eine BaFin-Lizenz für den Eigenhandel und die Kryptoverwahrung zu erlangen. In der Folge kann Coinbase seither Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum kaufen, verkaufen und speichern.

Die Privatbank M.M.Warburg beauftragte die Berater Anfang 2021 bei neuartigen Schuldverschreibungen von Vonovia über 20 Millionen Euro. Die Schuldverschreibungen sind mit Token auf der Stellar Blockchain verknüpft, was die Übertragung der Finanzinstrumente binnen Sekunden ermöglicht. Zudem gehörte Rathke zu dem internationalen Eversheds-Team, das die griechische Piräaus Bank Ende 2021 bei Eigenkapitalmaßnahmen beriet.

Aufbauarbeit in Hamburg

Rathke, die ihre Laufbahn bei Clifford Chance begann, stieg bereits 2006 bei einer Vorgängerin von Eversheds Sutherland ein und wurde 2008 Partnerin. Drei Jahre später wechselte sie von München nach Hamburg und schob dort zusammen mit dem Gesellschaftsrechtler Sebastian Zeeck für die Kanzlei das neue Hamburger Büro an.

Seit April 2020 leitete die Partnerin auch den bei Eversheds großen Fachbereich ‚Company Commercial‘ und gehörte so zum deutschen Managementkomitee der Kanzlei. Die Leitung des Fachbereichs übernahm sie damals von Dr. Alexander Niethammer, der Managing-Partner wurde. Mit Rathkes Weggang gehen die Aufgaben als Leiter des Fachbereichs erneut auf Niethammer über.

Erfahrener Inhouse-Jurist kommt mit

Thomas Tüllmann

Neben Rathke wechselt der Aufsichtsrechtler Thomas Tüllmann (54) zu Ypog. Er war bereits seit 2015 als Counsel bei Eversheds in der Beratung von Banken, Finanz- und Zahlungsdienstleistern sowie Kapitalverwaltungsgesellschaften tätig und entwickelte den Schwerpunkt zur ‚Distributed-Ledger-Technologie‘ mit. Davor arbeitete er über zehn Jahre bei der deutschen Dependence des niederländischen Finanzkonzerns ING, unter anderem als Syndikusanwalt, sowie einer Vorgängerin des heutigen Inkassodienstleisters Lowell. Zusätzlich gehen die Berliner Senior Associate Dr. Anika Patz und der Hamburger Associate Matthias Winter zu Ypog.

Zweite Partnerin

Ypog ging im Sommer 2021 aus der früheren Kanzlei Schnittker Möllmann hervor, die neben Berlin auch in Hamburg und Köln Standorte unterhält. Ebenfalls im Sommer stieß als erste Equity-Partnerin die Notarin Dr. Lilly Fiedler zu der multidisziplinären Kanzlei. Mit Rathke zählt die Sozietät nun 2 Partnerinnen in der Runde von insgesamt 18 Equity-Partnern.  Zum Jahresbeginn hatte Ypog schon den Hamburger Steuerberater Dr. Tammo Lüken zum Partner ernannt.

Eversheds hingegen verliert mit dem Wechsel von Rathke eine weitere tragende Säule des norddeutschen Büros: Zum Februar wechselte auch der Gesellschaftsrechtler Zeeck als Equity-Partner ins Hamburger Büro von Oppenhoff.

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