Kommentar

Der Dieseleffekt wird den Kanzleimarkt radikal umkrempeln

Autor/en
  • Aled Griffiths

Nur ungefähr einmal in zehn Jahren gibt es bestimmte Ereignisse, die das Zeug haben, den Rechtsmarkt fundamental zu verändern. In den 1990er-Jahren waren dies die Folgen der Wiedervereinigung und das Ende des Verbots überörtlicher Sozietäten. Um die Jahrhundertwende führte die Auflösung der Deutschland AG zur Internationalisierung der Kanzleienlandschaft. Nun forcieren die Dieselprozesse einen radikalen Wandel. Ein Kommentar von Aled Griffiths.

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Die Veränderungen des vergangenen Jahres wurzeln in der Finanzkrise. Sie war schließlich dafür verantwortlich, dass Mandanten seither permanent auf Kostensenkungskurs sind. Dies übt schon seit einiger Zeit Druck auf die herkömmlichen partnerschaftlichen Strukturen aus. Und es verändert zunehmend die Art und Weise, wie juristische Dienstleistung angeboten wird. Zuletzt brachten die Flut von Dieselprozessen Kanzleien wie Luther und Heuking dazu, außerordentlich zu wachsen – es arbeiteten dort 200 beziehungsweise 100 Anwälte mehr als vor zwei Jahren. Zudem investieren Kanzleien in einem bislang ungeahnten Maß in neue Technologien, Servicecenter und Projektjuristen.

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