Wegen ihrer speziellen Struktur erfüllt die Anleihe als erste ihrer Art die Kriterien für den so genannten C-Basket der Ratingagentur Moody’s. Sie gilt damit zu 50 Prozent als Eigenkapital und stärkt die regulatorischen Eigenmittel der Allianz-Gruppe. Platziert wurden die Schuldpapiere durch Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) und Merrill Lynch.
Die nachrangige Anleihe der Hannover Rück mit einem Volumen von 750 Millionen Euro und einem Zinssatz von 5,75 Prozent wurde über die Hannover Finance begeben. Die Konzerntochter sitzt in Luxemburg, wo die Papiere auch notiert sind. Sie hat eine Laufzeit von 20 Jahren, mit frühest möglicher Kündigung nach zehn Jahren und ebenfalls variablem Zins nach diesem Zeitpunkt.
Bei Rückversicherern gelten derzeit noch nicht die strengen Eigenkapitalvorschriften wie bei Erstversicherern. Die Struktur der Anleihe entspricht jedoch bereits höheren Anforderungen. Zeitgleich mit der Emission kaufte die Hannover Rück im Jahr 1999 begebene nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe von 400 Millionen US-Dollar zurück. Die Transaktionen wurden begleitet von Deutsche Bank und JPMorgan. (Jörn Poppelbaum)
Nachrang-Anleihe der Allianz
Berater Allianz
Inhouse (München): Rechtsabteilung, keine Nennungen
Berater DrKW, Merrill Lynch
Linklaters Oppenhoff & Rädler (Frankfurt): Peter Waltz (Federführung), Dr. Martin Krause (Steuern); Associates: Sabine Rech, Vinay Samani (beide Capital Markets; letztere London), Dr. Nikolaos Paschos, Dr. Bernd Becker (beide Gesellschaftsrecht; Köln), Thilo Danz (Steuern), Andreas Steck (Aufsichtsrecht)
Nachrang-Anleihe der Hannover Rück
Berater Hannover Rück
Inhouse (Hannover): Thomas Fiedler (Leiter Rechtsabteilung)
Linklaters Oppenhoff & Rädler (Frankfurt): Peter Waltz (Federführung), Dr. Martin Krause (Steuern); Associates: Dr. Nikolaos Paschos (Gesellschaftsrecht; Köln), Thilo Danz (Steuern), Andreas Steck (Aufsichtsrecht), Janine Biver, Nicki Kayser (beide Luxemburg)
Berater Deutsche Bank, JPMorgan
Inhouse/Deutsche Bank (London): Keine Nennungen
Inhouse/JPMorgan (London): Keine Nennungen
Clifford Chance : Sebastian Maerker (Federführung; Frankfurt), Allan Bannister (US-Recht; London); Associates: Simon Sinclair (London), Daniela Kracht, Martin Bielefeld (beide Frankfurt), Josée Weydert (Luxemburg)
Linklaters-Partner Waltz hat bei allen Nachranganleihen der deutschen Versicherungsbranche der vergangenen zwölf Monate mitgewirkt. Bei der Transaktion der Münchner Rück hatte er die Konsortialbanken beraten (JUVE 06/03). Für die Allianz hatte er auch das insgesamt fünf Milliarden Euro umfassende Debt Issuance Programm strukturiert, auf dessen Grundlage nun der Schuldtitel begeben wurde.
Clifford dagegen war bei Hannover Rück das erste Mal in Deutschland bei einer Versicherungs-Eigenkapitalanleihe beteiligt, in England wird dieser Bereich von der Kanzlei seit langem betreut. Dem Vernehmen nach hat das Team um Maerker jedoch „beste Qualität“ geboten.