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Versicherer begeben Eigenkapital-Anleihen

Die Allianz Versicherungs AG und wenige Wochen später die Hannover Rück AG haben ihre Eigenkapitalstruktur durch die Begebung von nachrangigen Anleihen gestärkt. Sie folgen damit der Münchner Rück, die bereits vor knapp einem Jahr zwei solcher Schuldverschreibungen mit einem Volumen von mehr als drei Milliarden Euro platziert hatte.Die 1,5 Milliarden Euro-Anleihe der Allianz verfügt über einen festen Kupon von 5,5 Prozent und hat eine unbegrenzte Laufzeit. Sie kann erstmals nach zehn Jahren von dem Versicherer gekündigt werden, andernfalls erhöht sich der Zinssatz und wird auf variabel umgestellt.

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Wegen ihrer speziellen Struktur erfüllt die Anleihe als erste ihrer Art die Kriterien für den so genannten C-Basket der Ratingagentur Moody’s. Sie gilt damit zu 50 Prozent als Eigenkapital und stärkt die regulatorischen Eigenmittel der Allianz-Gruppe. Platziert wurden die Schuldpapiere durch Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) und Merrill Lynch.

Die nachrangige Anleihe der Hannover Rück mit einem Volumen von 750 Millionen Euro und einem Zinssatz von 5,75 Prozent wurde über die Hannover Finance begeben. Die Konzerntochter sitzt in Luxemburg, wo die Papiere auch notiert sind. Sie hat eine Laufzeit von 20 Jahren, mit frühest möglicher Kündigung nach zehn Jahren und ebenfalls variablem Zins nach diesem Zeitpunkt.

Bei Rückversicherern gelten derzeit noch nicht die strengen Eigenkapitalvorschriften wie bei Erstversicherern. Die Struktur der Anleihe entspricht jedoch bereits höheren Anforderungen. Zeitgleich mit der Emission kaufte die Hannover Rück im Jahr 1999 begebene nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe von 400 Millionen US-Dollar zurück. Die Transaktionen wurden begleitet von Deutsche Bank und JPMorgan. (Jörn Poppelbaum)

Nachrang-Anleihe der Allianz

Berater Allianz

Inhouse (München): Rechtsabteilung, keine Nennungen

Berater DrKW, Merrill Lynch

Linklaters Oppenhoff & Rädler (Frankfurt): Peter Waltz (Federführung), Dr. Martin Krause (Steuern); Associates: Sabine Rech, Vinay Samani (beide Capital Markets; letztere London), Dr. Nikolaos Paschos, Dr. Bernd Becker (beide Gesellschaftsrecht; Köln), Thilo Danz (Steuern), Andreas Steck (Aufsichtsrecht)

Nachrang-Anleihe der Hannover Rück

Berater Hannover Rück

Inhouse (Hannover): Thomas Fiedler (Leiter Rechtsabteilung)

Linklaters Oppenhoff & Rädler (Frankfurt): Peter Waltz (Federführung), Dr. Martin Krause (Steuern); Associates: Dr. Nikolaos Paschos (Gesellschaftsrecht; Köln), Thilo Danz (Steuern), Andreas Steck (Aufsichtsrecht), Janine Biver, Nicki Kayser (beide Luxemburg)

Berater Deutsche Bank, JPMorgan

Inhouse/Deutsche Bank (London): Keine Nennungen

Inhouse/JPMorgan (London): Keine Nennungen

Clifford Chance : Sebastian Maerker (Federführung; Frankfurt), Allan Bannister (US-Recht; London); Associates: Simon Sinclair (London), Daniela Kracht, Martin Bielefeld (beide Frankfurt), Josée Weydert (Luxemburg)

Linklaters-Partner Waltz hat bei allen Nachranganleihen der deutschen Versicherungsbranche der vergangenen zwölf Monate mitgewirkt. Bei der Transaktion der Münchner Rück hatte er die Konsortialbanken beraten (JUVE 06/03). Für die Allianz hatte er auch das insgesamt fünf Milliarden Euro umfassende Debt Issuance Programm strukturiert, auf dessen Grundlage nun der Schuldtitel begeben wurde.

Clifford dagegen war bei Hannover Rück das erste Mal in Deutschland bei einer Versicherungs-Eigenkapitalanleihe beteiligt, in England wird dieser Bereich von der Kanzlei seit langem betreut. Dem Vernehmen nach hat das Team um Maerker jedoch „beste Qualität“ geboten.

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