Jahresrückblick 2025

Die 25 meistgelesenen JUVE-Meldungen aus Österreich

Die meistgelesenen Rechtsnachrichten aus Österreich zeigen 2025 als ein Jahr geprägt von Restrukturierungen, großen Insolvenzen sowie Partnerwechseln und Kanzleigründungen. Neben dem Wiener Kinstellar-Büro sorgte vor allem eine neue kartellrechtliche Boutique für Aufsehen.

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Am meisten interessierten sich unsere Leserinnen und Leser im vergangenen Jahr für die Sanierung von BayWa. Der angeschlagene Agrargroßhändler beschäftigte nicht nur eine Reihe deutscher Kanzleien, sondern auch die Berater der österreichischen Gläubigerbanken, darunter bpv Hügel für die Raiffeisen Agrar Invest. Am anschließenden Verkauf der Raiffeisen Ware Austria (RWA) waren neben bpv Hügel auch Schönherr und Fellner Wratzfeld als österreichische Berater beteiligt.

Neben der Baywa trennte sich auch Fresenius von ihrer österreichischen Beteiligung. Beim Verkauf der HTE-Sparte von Vamed begleitete Kirkland & Ellis und nahm dabei E+H mit an Bord. Käuferseitig stand Wolf Theiss als österreichische Kanzlei einem Münchener Görg-Team zur Seite.

Neue Kanzleien und Boutiquen

Auf Platz 3 und 4 der meistgelesenen Meldungen 2025 folgen prominente Personalwechsel bzw. Kanzleigründungen: Anfang des Jahres gab der PwC Legal-Managing-Partner Dr. Christian Öhner bekannt, die von ihm gegründete Einheit Oehner & Partner im Sommer zu verlassen. Im Juli machte er sich mit einer KI- und Tech-Beratung selbstständig. Ebenfalls für Furore sorgte im August die Ankündigung dreier renommierter Kartellrechtsexperten, sich zu einer Boutique zusammenzuschließen: Der bisher als Einzelanwalt tätige Dr. Peter Thyri gründete mit Andreas Traugott und Dr. Anita Lukaschek eine neue Kanzlei – und Baker McKenzie verlor damit die beiden Köpfe ihrer Kartellrechtspraxis. Das Kartellrecht bzw. eine kartellrechtliche Geldbuße hatte bereits im Februar für Furore gesorgt: Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte die Rewe-Gruppe zu einer Geldbuße von 70 Millionen Euro verurteilt. Dies ist die höchste je in Österreich verhängte Kartellstrafe.

Die Neugründung des Jahres, die zahlreiche weitere Personalmeldungen nach sich zog, war indes die Eröffnung einer Kinstellar-Dependance in Österreich. Dr. Horst Ebhardt machte im Januar den Anfang, zahlreiche Partnerinnen und Partner von Wolf Theiss und anderen renommierten Wiener Kanzleien sollten folgen.

Mit Spannung verfolgten unsere Leserinnen und Leser auch die Gründung von Hoyos Klinger Lanner. Die drei ehemaligen Schindler-Juristinnen und -Juristen hoben ihre auf das Arbeits- und Gesellschaftsrecht spezialisierte Einheit im März aus der Taufe. Auch bei anderen Kanzleien gab es Bewegung: Zwei neue Akela-Partner kamen von DLA Piper Weiss-Tessbach und E+H stärkte die IT/IP-Praxis mit einem Quereinsteiger von Freshfields.

Insolvenzverfahren und Sanierungen im Fokus

Neben der BayWa beschäftigten weitere Sanierungen bzw. Insolvenzverfahren die Rechtsbranche intensiv. So etwa die Insolvenz von Klemens Hallmann, die mit Riel & Partner, Kosch & Partner sowie Fellner Wratzfeld & Partner drei der im Insolvenzumfeld gefragtesten Berater beschäftigte. Ähnliches gilt für die Insolvenz von zwei Gesellschaften der zum Benko-Imperium gehörenden Laura Privatstiftung und die Pleite des Wiener Baustoffhändlers Quester. Für Quester übernahm die höchst angesehene Dr. Ulla Reisch im November die Schuldnervertretung. Reisch hatte sich kurz zuvor von ihrer langjährigen Kanzlei Urbanek Lind Schmied Reisch getrennt und agiert seitdem samt ihres eingespielten Teams unter eigener Flagge.

Die Top-25-Liste der meistgelesenen Nachrichten spiegelt die Vielfalt und Dynamik der österreichischen Rechtslandschaft wider.

Die meistgelesenen Österreich-Nachrichten 2025

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