Österreich

Insolvenzantrag gegen Wirtschaftsanwalt

Der bekannte Wiener Wirtschaftsanwalt Dr. Wieland Schmid-Schmidsfelden will gegen das über sein Vermögen eröffnete Konkursverfahren vorgehen. Ein Gläubiger hatte in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag gegen den früheren Partner von DLA Piper und CMS Reich-Rohrig Hainz gestellt.

  Juve Plus Ciao Italia

Eine Tochter des US-Fonds Bain Capital hat die Heta-Leasingtochter Heta Asset Resolution Italia (Harit) erworben. Das Unternehmen mit einem Buchwert von 657 Millionen Euro beschäftigt 90 Mitarbeiter. Nach dem Verkauf, der noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Banca d'Italia steht, hat die Heta in Italien keine operativen Tätigkeiten mehr.

  Juve Plus Schadenersatz

Die Österreichische Staatsdruckerei (ÖSD) hat in einem internationalen Schiedsverfahren gegen die Republik Kosovo rund 6,5 Millionen Euro zugesprochen bekommen. Der Streit geht auf einen Vertrag über die Lieferung von elektronischen Reisepässen aus dem Jahr 2011 zurück. Als Klagepunkte standen Zahlungsverzug und unberechtigte Vertragskündigung im Raum.

Kresta-Insolvenz

Das Landesgericht Klagenfurt hat Ende Juli über den Kärntner Anlagenbauer Kresta ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet. Aus der Insolvenz könnte sich ein Schiedsverfahren zwischen zwei österreichischen Firmen ergeben, denn ein Grund für die Schieflage scheinen zwei Aufträge des Technologiekonzerns Andritz zu sein. Insolvenzverwalter in diesem Großverfahren ist der Klagenfurter Anwalt Dr. Gerhard Brandl.

  Juve Plus Immobilien-Deal

Der französische Finanzinvestor Eurazeo hat europaweit 85 Hotels der Marken Ibis Budget, Ibis Styles, Mercure, Novotel und Pulman erworben, vier davon befinden sich in Österreich. Verkäufer waren der französische Hotelkonzern Accor sowie weitere Investoren. Das Transaktionsvolumen beträgt 504 Millionen Euro.

  Juve Plus Eingepackt

Lindsay Goldberg hat den Verpackungshersteller Schur Flexibles Group erworben. Welchen Preis der Private-Equity-Fonds aus New York für das schnell wachsende Unternehmen aus Niederösterreich zahlt, ist nicht bekannt. Verkäufer sind die Beteiligungsgesellschaft Capiton und das Management rund um CEO Jakob Mosser, das sich auch neu beteiligt. Die zuständigen Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Britischer EU-Austritt

Die Richtung ist durch das Referendum in Großbritannien klar: raus aus der EU. Welche Route das Land nimmt, bleibt dagegen im Dunkeln, wann es losgeht sowieso. Denn die Regierung in London legt noch nicht mal den Gang ein. Wie sich die Trennung auf die rechtliche Struktur und das Standesrecht für Anwälte auswirken wird, ist folglich offen. Dennoch beschäftigte genau diese Frage in der letzten Juniwoche den Ausschuss der Wiener Rechtsanwaltskammer.

Im Gespräch

Dieter Spranz ist einer der bekanntesten Partner von Wolf Theiss. Der 47-Jährige berät große Private-Equity-Investoren oder die ÖBB genau so wie kleine österreichische Hoffnungswerte. Als Vertrauter von René Benko ist er auch Mitglied im Aufsichtsrat von Karstadt. Seit einiger Zeit beschreitet er ganz neue Wege: Seine Familiengesellschaft wurde 2015 zum Master-Franchisenehmer von Burger King in Österreich – und Spranz auf einen Schlag zum Unternehmer mit mehreren hundert Arbeitnehmern.

  Juve Plus Cross Industries

Das Oberlandesgericht Linz hat den Beschluss der Hauptversammlung der früheren BF Holding, heute Cross Industries, vom Juli 2014, die deutschen und italienischen Brain Force-Gesellschaften zu verkaufen, für nichtig erklärt. Cross Industries hält den Verkauf der Beteiligungen dennoch für wirksam. Der Minderheitsaktionär Armbrust Anlageberatung verlangt dagegen, die Hauptversammlung zu wiederholen.

  Juve Plus Private Equity

Die Beteiligungsgesellschaft Cudos Capital steigt bei dem Optikgerätespezialist In-Vision Digital Imagine in Niederösterreich ein. Die Wiener Investoren erwerben im Zuge einer Kapitalerhöhung einen Anteil von 50 Prozent. Über den Gesamtwert der Transaktion wurde nichts bekannt. Anteilsverkäufer sind die Gründungsgesellschafter von In-Vision.

  Juve Plus Gaming-Software

Der britische Gaming-Softwarehersteller Playtech ist bei Best Gaming Technology (BGT) eingestiegen. 138 Millionen Euro zahlte er für 90 Prozent der Anteile am österreichischen Konkurrenten. Verkäufer war die Global Bet Holding, hinter der mehrheitlich der russische Investor und Oligarch Petr Bukhtoyarov steht.