Verfahren

  Juve Plus Freie Anwaltswahl

Versicherungsnehmer dürfen keine finanzielle Vorteile erhalten, wenn sie im Schadensfall auf einen von der Versicherung vorgeschlagenen Anwalt zurückgreifen. Dies entschied das Oberlandesgericht Bamberg in einem Verfahren, das die Rechtsanwaltskammer München gegen den Versicherer HUK Coburg angestrengt hat. HUK Coburg wehrt sich nun vor dem Bundesgerichtshof gegen das Urteil.

  Juve Plus Brisante Steuerprodukte

Der Streit um Steuerprodukte (Cum-Ex-Trades) der Hypovereinsbank (HVB) spitzt sich zu. Die von einem Kunden verklagte Bank hat zwar vorläufig 65,5 Millionen Euro Steuern gezahlt. Nun geht sie jedoch gegen verschiedene an der Transaktion beteiligte Parteien vor, darunter gegen den Broker ICAP. Dieser erhebt unterdessen schwere berufsrechtliche Vorwürfe gegen die HVB-Prozessbevollmächtige Clifford Chance. Die Kanzlei wies die Anschuldigungen umgehend zurück.

  Juve Plus Prozessauftakt

Vor dem Landgericht Braunschweig starten heute zwei von fünf Anlegerklagen gegen die Porsche Holding. Die erste der beiden Schadensersatzklagen, angestrengt von einem Einzelkläger aus Berlin, richtet sich gegen die Porsche Holding und die Maple Bank. Der Kläger fordert 3,1 Millionen Euro. In der zweiten Klage verlangt eine Schweizer Anlagegesellschaft von Porsche 1,6 Millionen Euro.

  Juve Plus Erbitterter Dauermachtkampf

Halbzeit im Dauerstreit um die Machtverhältnisse bei Europas größtem Elektronikhändler Media Saturn: Das Oberlandesgericht München hat nun einen Aspekt des Gesellschafterstreits zwischen Firmengründer Erich Kellerhals und Mehrheitseigner Metro an ein Schiedsgericht verwiesen. Nach seiner vorläufigen Rechtsauffassung hält sich der OLG-Senat für nicht zuständig.

  Juve Plus LED-Patentstreit

Der koreanische Technologiekonzern LG und drei Media Markt-Filialen dürfen in Deutschland bis auf Weiteres keine Fernseher und Computerbildschirme vertreiben, die ein Patent von Osram auf LED-Hintergrundbeleuchtung verletzen. Das hat das Landgericht Hamburg vergangene Woche entschieden und gab einer Klage des Münchner Leuchtmittelherstellers statt.

  Juve Plus Insolvenzen

Der Trend bei den Unternehmensinsolvenzen geht weg von der Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters. Immer häufiger beginnen die Verfahren mit dem Versuch, eine Eigenverwaltung zu etablieren. Dem Management der Krisenunternehmen sieht dann ein vorläufiger Sachwalter auf die Finger, der in Abstimmung mit Gläubigern, Gesellschaftern und Gericht ganz anders agieren muss als ein Verwalter alter Schule: kooperativer und zurückhaltender. Das bedeutet weniger Entscheidungsfreiheit für die Insolvenzgerichte und weniger Unabhängigkeit für die Insolvenzprofis – ein echter Paradigmenwechsel.

  Juve Plus Korruption

Die Zuwendungen von Pharmaunternehmen an Mediziner bleiben auf absehbare Zeit straflos. Der Grund: Kassenärzte gelten weder als Amtsträger noch als Beauftragte im Sinne der Korruptionstatbestände des Strafgesetzbuches. Dies hat der Große Senat des Bundesgerichtshofs unter dem Vorsitz des Präsidenten Prof. Dr. Klaus Tolksdorf entschieden.

  Juve Plus Bestechung

Kurz vor Prozessende hat Gerhard Gribkowsky, Ex-Risikovorstand der BayernLB gestanden, beim Verkauf der Formel 1-Beteiligung der Bank im Jahr 2006 44 Millionen US-Dollar Bestechungsgeld vom Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kassiert zu haben. Für das Geständnis sicherte das Gericht Gribkowsky eine Haftstrafe zwischen sieben Jahren und zehn Monaten und maximal neun Jahren zu.

  Juve Plus HGAA-Prozessauftakt

Die BayernLB darf Hoffnung schöpfen. Der Prozess um den Kauf der österreichischen Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA) begann vielversprechend für die Landesbank, die Schadensersatz von Ex-Managern will. Statt der geforderten 200 Millionen Euro sollte es aber einen 25-Millionen-Euro-Vergleich geben, finden die Richter.

  Juve Plus JadeWeserPort

Der Bau des größten deutschen Infrastrukturprojekts ist ins Stocken geraten: Wegen Schäden im Kajenbauwerk verzögert sich der Startschuss für den JadeWeserPort in Wilhelmshaven um einige Wochen. Die Reparaturkosten belaufen sich auf geschätzte 50 Millionen Euro. Zusätzlich rechnet die JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft mit Schäden in Höhe von 400.000 Euro pro Tag.