Der CAS hat die eingereichten Rechtsmittel der Athletin und des deutschen Eisschnelllauf-Verbandes DESG zurückgewiesen und die Entscheidung der Disziplinarkommission der International Skating Union (ISU), die zu einer zweijährigen Sperre führte, bestätigt.
Der Hintergrund: Die ISU hatte Pechstein im Juli dieses Jahres wegen auffällig erhöhten Blutwerten rückwirkend für zwei Jahre gesperrt. Sie war damit die erste Sportlerin, die aufgrund von indirekten Dopingnachweisen von Wettbewerben ausgeschlossen wurde. Pechstein und DESG legten jedoch beim CAS Einspruch ein, um eine Annullierung der ISU-Entscheidung zu erwirken.
Der CAS kam nun zu dem Schluss, dass die erhöhten Blutwerte von Pechstein nicht durch eine angeborene oder später entwickelte Anomalie erklärt werden können. Das Gremium stellte fest, „dass die gesetzwidrige Manipulation des Blutes der Athletin die einzige vernünftige Alternative für die Ursache ihrer abnormalen Werte ist“, heißt es in der Urteilsbegründung.
Vertreter Claudia Pechstein
Schertz Bergmann (Berlin): Simon Bergmann (Sportrecht)
Dr. Krähe und Lindner (Konstanz): Dr. Christian Krähe (Sportrecht)
Vertreter DESG
Wüterich & Breucker (Stuttgart): Dr. Marius Breucker (Sportrecht)
Vertreter ISU
Bubník Myslil & Partners (Prag): Dr. Gerhardt Bubník
Greensfelder Hemker & Gale (St. Louis): James Hawkins
CAS-Schiedsgericht
Massimo Coccia (Obmann), Dr. Stephan Netzle, Michele Bernasconi (Beisitzer)
Hintergrund: Claudia Pechstein ließ sich von bekannten Sportrechtlern vertreten. Neben dem sehr erfahrenen Konstanzer Anwalt Christian Krähe stand der Eisschnellläuferin ihr langjähriger Berater Simon Bergmann zur Seite. Der Schertz-Bergmann-Namenspartner ist spezialisiert auf die Rundumbetreuuung von Einzelsportlern und berät Pechstein seit mehreren Jahren. Öffentlich bekannt ist auch, dass etwa Fußballer wie Jens Lehmann und Lukas Podolski zu seinen Mandanten zählen.
Die Stuttgarter Kanzlei Wüterich & Breucker war erstmalig für die DESG tätig, berät aber ansonsten regelmäßig Sportverbände sowie schon seit mehreren Jahren die Welt-Antidoping-Agentur WADA.