Die Option zur Kooperationsvereinbarung, die die Verlage nutzen, wurde mit der vergangenen Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) eingeführt. Diese besagt, dass Verlage sich zusammenschließen können, sobald sie dadurch gestärkt in den intermedialen Wettbewerb treten. Diese Regelung schließt explizit die redaktionelle Arbeit aus.
Die Berliner Morgenpost aus der Funke Mediengruppe erscheint täglich von Montag bis Sonntag und hat eine Auflage von rund 72.000 Exemplaren. Der Tagesspiegel aus dem Hause Holtzbrinck erreicht bei gleicher Erscheinungsfrequenz einen Absatz von mehr als 116.600 Exemplaren.
Berater Funke Mediengruppe
Dentons (Berlin): Dr. René Grafunder (Federführung), Dr. Jörg Karenfort (beide Kartellrecht), Dr. Arne Friel (Corporate), Hauke Thieme (Steuerrecht), Dr. Giannina Kreutz (Corporate); Associates: Franziska Peters (Kartellrecht), Marcus Roick (Corporate), Holger Hölkemeier (Steuerrecht)
Berater Dieter von Holtzbrinck Medien
Zinger Strachwitz (Stuttgart): Thomas Graf Strachwitz (Federführung); Associate: Sven Haag (beide Corporate)
Hintergrund: Die Funke Mediengruppe setzt auf Kartellrechtspartner Grafunder. Dieser kennt den Verlag und Dr. Eva Heneweer, die Leiterin der Rechtsabteilung, noch aus gemeinsamen Linklaters-Zeiten. Die Juristin war zum März 2019 von der Magic-Circle-Kanzlei in das Unternehmen gewechselt. Grafunder hatte die Kanzlei bereits 2016 verlassen, um sich als Sozius dem Berliner Büro von Dentons anzuschließen.
Auch die Berater des Tagesspiegels sind bekannte Gesichter: Graf Strachwitz begleitet Dieter von Holtzbrinck Medien schon länger. So auch 2009 bei der Rückkehr des Gesellschafters ins Verlagsgeschäft. Damals arbeitete Graf Strachwitz noch in der Kanzlei Walter Sigle. Anfang des Jahres machte er sich zusammen mit Dr. Georg Zinger selbständig. Zum Startteam zählte auch Rechtsanwalt Haag, der Erfahrung aus der Kartellrechtspraxis von Gleiss Lutz einbrachte.