Die auf 21 Hektar Fläche als ‚Wasserstoffpark Friesland‘ errichtete Anlage soll jährlich 80.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Die Anlage werde mit erneuerbarer Energie aus dem Stromnetz betrieben werden, so CIP in einer Mitteilung, unterstützt durch Offshore- und Onshore-Windkraft sowie Solarenergie. Abnehmer sollen vor allem die energieintensive Stahl- und Chemieindustrie sowie der Verkehrssektor sein.
Die Anlage liegt günstig in der Nähe des künftigen deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Nach Angaben der Projektpartner sollen jährlich 2,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht den Emissionen von etwa 340.000 Haushalten.
Weitere Kapazitäten in Planung
CIP gibt es seit 2012. Weltweit ist der Infrastrukturinvestor mit zwölf Niederlassungen vertreten und managt nach eigenen Angaben Fonds mit einem Investitionsvolumen von 31 Milliarden Euro. Zum Volumen des Gesamtinvestments ist bisher nichts bekannt. Bekannt allerdings ist, dass die Anlage nach 2023 auf 800 Megawatt erweitert werden soll.
Auch andere Unternehmen planen Wasserstoffprojekte in der wegen ihres Wasserreichtums und dem vorhandenen Grünstrom günstig gelegenen Region. Etwa Statkraft in Emden, wo eine 200-Megawatt-Anlage entstehen soll. Ewe plant am gleichen Ort mit 320 Megawatt ab 2026. Uniper testet im Landkreis Aurich einen ehemaligen Salzstock als Wasserstoff-Speicher.
Berater Copenhagen Infrastructure Partners
Chatham Partners (Hamburg): Felix Fischer (Energierecht), Malte Bever (Corporate/M&A), Jonna Kappler Fernandes (Immobilienrecht; alle Federführung), Dr. Christos Paraschiakos (Kartellrecht), Dr. Michael Dettmeier (Steuerrecht), Celia Renz (Energierecht); Associates: Sophie von Korff, Hannah Randau (beide Energierecht), Dr. Carina Lübberding (Corporate/M&A), Jonas Versen (Kartellrecht), Louica Unger (Transaction Lawyer/M&A)
Berater Friesen Elektra
KPLN Law (München): Korel Kaplan (Federführung), Nicole Militzer (beide Corporate/M&A), Dr. Florian Schmitt, Dr. Friedrich Gilsdorf (beide IP/IT)
GvW Graf von Westphalen (Hamburg): Dr. Sigrid Wienhues (Federführung); Associates: Dr. Stefanie Ramsauer, Nora von Laer (alle Öffentliches Recht)
Wanner & Lach (Wilhelmshaven): Dr. Timo Wanner (Immobilienrecht) – aus dem Markt bekannt
BDO (Düsseldorf): Dr. Michael Brauer, Martin Engel, Stefan Hillebrand (alle Steuern)
Hintergrund: Chatham entstand ab 2016 aus einem Freshfields-Spin-off und ist heute eine Full-Service-Boutique für Projekte unter anderem im Energiebereich. Gründungspartner Fischer, der sich hier mit Bever und Kappler Fernandes die Federführung teilte, berät CIP bereits seit vielen Jahren: 2018 stand Chatham an der Seite der Dänen, als diese in den deutschen Markt für Geothermie einstiegen. Fünf Jahre später half das Team den Dänen, künstliche Inseln für die Stromerzeugung in der Nordsee zu planen.
Friesen Elektra setzt auf Münchner Kanzleigründung
Bei den Verhandlungen zum Einstieg von CIP setzte Friesen Elektra auf den ehemaligen Jones Day- und Linklaters-Anwalt Kaplan. Kaplan, der bei Jones Day European Counsel war, ist seit Frühjahr 2024 in seiner eigenen Kanzlei KPLN tätig. Kurz nach der Gründung erhielt Kaplan das Mandat, das über einen persönlichen Kontakt zum Management des Energieversorgers zustande kam.
Weitere Kompetenzen, die Chatham aus einer Hand anbieten kann, sicherte sich Friesen Elektra durch die Mandatierung von Kanzleien wie GvW. Wienhues berät Friesen Elektra bei Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien seit mehreren Jahren im Öffentlichen Recht. Zu immobilienrechtlichen Fragestellungen wurde ergänzend Wanner aus dem Wilhelmshavener Sozietät Wanner & Lach hinzugezogen. Die Einheit berät mit vier Berufsträgern, darunter zwei Notaren.