Energy from Waste

EQT übernimmt mit Clifford vollständig E.ons Abfallsparte

Der Energieversorger E.on hat sich endgültig von seiner Müllverbrennungssparte getrennt: Der schwedische Investor EQT hat seinen Anteil an Energy from Waste auf 100 Prozent aufgestockt. 2012 hatte E.on bereits die 51-Prozent-Mehrheit an EQT abgegeben.

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Markus Muhs
Markus Muhs

EEW gilt als Marktführer in Deutschland bei der Energiegewinnung aus Abfall. Insgesamt 19 Verbrennungsanlagen produzieren Strom, Fernwärme und Industriedampf. Das Unternehmen mit 500 Millionen Euro Umsatz beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Der Gesamtwert des Unternehmens soll laut ‚Börsenzeitung‘ bei rund 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro liegen.

Der schwedische Investor EQT beteiligt sich an Unternehmen in Europa und Nordamerika und verfügt über 1,9 Milliarden Euro Kapital. Zu den Investitionszielen des hier involvierten Infrastructure-II-Fonds gehören regulierte und konzessionsbasierte Infrastrukturfirmen aus dem mittelständischen Bereich.

Berater EQT Infrastructure II
Clifford Chance (München): Markus Muhs (Federführung; Corporate), Barbara Mayer-Trautmann (Bank- und Kapitalmarktrecht), Taner Hassan (Finanzrecht; London); Associates: Dr. Maia Welters, Wenzel Richter (beide Corporate), Dr. Lars Laeger (Corporate; Frankfurt), Dr. Katja Lehr, Matthias Töke (beide Bank- und Kapitalmarkrecht; beide Frankfurt), Nicholas Kinnersley (Finanzrecht; London)

Berater E.on
Freshfields Bruckhaus Deringer: Dr. Tobias Larisch (Gesellschaftsrecht/M&A; Düsseldorf), Dr. Georg Roderburg (Steuerrecht; Köln) –  aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Düsseldorf): Agnieszka Mögelin-Zinger (Legal Counsel) –  aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Parteien setzten bei dieser Transaktion auf Kanzleien, die bereits beim Anteilskauf der EQT Ende 2012 für sie tätig waren. Neben den Partnern Larisch und Roderburg war damals auch Dr. Anselm Raddatz, Co-Leiter der weltweiten Sektorgruppe Energy and Natural Resources, involviert.

Freshfields pflegt eine langjährige und feste Beziehung zu E.on. Die Neuaufstellung des Beraterpanels führte allerdings dazu, dass der Konzern immer häufiger auch Wettbewerber mandatiert. E.ons Ausstieg aus den konventionellen Energien begleitet Linklaters, Gleiss Lutz steht an der Seite des Energieriesen, wenn es um dessen Klagen gegen den Atomausstieg geht.

Clifford war ebenfalls nicht zum ersten Mal für den Investor EQT tätig. So beriet die Kanzlei auch beim ersten EEW-Anteilskauf Ende 2012. Damals führte unter anderem Dr. Björn Englein das Team, das während der ersten Transaktion einen arbeits- und umweltrechtlichen Schwerpunkt hatte und dieses Mal unter Federführung des Corporate-Partners Muhs agierte. Auch bei der Übernahme des österreichischen Software-Unternehmens UC4 beriet Clifford den schwedischen Investor im Bereich Due Diligence.

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