Offshore-Windenergie

Global Infrastructure Partners übernimmt mit Freshfields wpd Offshore

Einer der Pioniere auf dem Gebiet der Offshore-Windenergie wird verkauft. Die Offshore-Aktivitäten des Bremer Projektentwicklers wpd gehören künftig dem New Yorker Fondshaus Global Infrastructure Partners (GIP).

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Ein Offshore-Windpark im Küstenvorfeld / Foto: Kruwt/stock.adobe.com

Die bisherigen Eigentümer von wpd Offshore sind die Bremer Anwälte Gernot Blanke und Klaus Meier, die wpd Offshore im Jahr 2000 gegründet haben. Seitdem hat das Unternehmen Projekte mit einer Gesamtbilanz von rund sieben Gigawatt entwickelt. Inzwischen ist wpd Offshore in 14 europäischen und asiatischen Märkten aktiv. Über den Kaufpreis ist allerdings bislang nichts bekannt.

Die Muttergesellschaft wpd konzentriert sich künftig auf den Ausbau ihrer Onshore-Wind- und Solaraktivitäten. Nach Abschluss der Transaktion wird Achim Berge Olsen, derzeitiger COO von wpd und verantwortlich für das Offshore-Windgeschäft, als CEO des von GIP erworbenen Geschäftsbereiches fungieren.

Einen Grund für den Verkauf vermuten Beobachter unter anderem in Schwierigkeiten mit dem Offshore-Windpark Yunlin an der taiwanesischen Küste. Dieser hätte 2020 fertiggestellt werden sollen, doch der Bau verzögert sich. 2021 war dort der Mineralölriese Total eingestiegen, der 23 Prozent der Anteile an der Yunlin Holding als Eigentümerin des Windparks erwarb. Ein weiteres Projekt von wpd in der Region, die Guanyin Offshore Wind Farm, scheiterte mangels einer Genehmigung des taiwanesischen Wirtschaftsministeriums.

Natascha Doll

Berater Global Infrastructure Partners (GIP)
Freshfields Bruckhaus Deringer: Dr. Natascha Doll (Hamburg), Patrick Ko (beide Federführung), Richard Lister (beide London), Dr. Torsten Schreier (Frankfurt; alle Corporate/M&A), Dr. Michael Josenhans, Pascal Cuche (Paris; beide Finanzierung), Dr. David Beutel (Steuerrecht; München), Paul van den Berg (Amsterdam), Martin McElwee (London/Brüssel), Dr. Helmut Bergmann, Dr. Frank Röhling (Berlin; alle Kartellrecht), Dr. Boris Dzida, Prof. Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt (beide Hamburg), Christel Cacioppo (Paris; alle Arbeitsrecht), Dr. Michael Ramb (Düsseldorf/Berlin; Öffentliches Recht), Mirko Masek (Hamburg), Tomoko Nakajima (Tokio; beide Corporate/M&A), Nina Heym, Alexander Ruschkowski, Dr. Daniel Reichert-Facilides (alle Frankfurt), Tanguy Bardet (Paris; alle Finanzierung), Dr. Martin Rehberg (München; Steuerrecht), François Gordon (Paris), Meytal McCoy (Washington), Dr. Uwe Salaschek (Berlin; alle Kartellrecht), Sascha Arnold (Hamburg; Regulierung); Stefan Bajohr (Düsseldorf), Dr. Carsten Bork, Aleksandar Atanasov, Panagiota Kavvada, Cosmas Weigel (alle Hamburg), Oscar Berry, Alexandra Sims (beide London), Ethan Donovan, Takahiro Sato (beide Tokio), Nora Chekhab (Paris), Tainá Moreira de Araújo (alle Corporate/M&A), Marlin Jürgens (beide Frankfurt), David Albertini (Paris; beide Finanzierung), Maximilian Trappmann (München; Steuerrecht), Felix Roscam Abbing, Mark Brabers, Vladya Reverdin (alle Amsterdam), Laéna Bouafy (Paris), Dr. Ilka Oberländer, Lara Steinbach (beide Berlin; alle Kartellrecht), Dr. Niklas Eckert, Judith Römer, Hubertus Reinbach (alle Hamburg), Lucie Plan (Paris; alle Arbeitsrecht), Tobias Klatt (Düsseldorf; Öffentliches Recht)

Inhouse Recht (London): Thomas Tharakan (Deputy General Counsel) – aus dem Markt bekannt

Berater wpd
Blanke Meier Evers (Bremen):  Dr. Thomas Heineke, Dr. Jochen Rotstegge (beide Federführung; Finanzierung), Rainer Heidorn (beide Corporate/M&A), Dr. Andreas Hinsch (Öffentliches Recht); Associates: Dr. Sebastian Müller, Felix Herbord, Felix von Kentzinsky, Marc-Marvin Schlichting (alle Corporate/M&A), Benjamin Zietlow (Öffentliches Recht)

Notar 
Notariat Bergstraße (Hamburg): Dr. Axel Pfeifer

Hintergrund: Die Mandatsbeziehung zwischen GIP und Freshfields ist eingespielt und geht im Wesentlichen auf Verbindungen im Londoner Büro zurück. Hier kam allerdings ein großes, internationales Team zum Einsatz. Zusätzlich zog Freshfields weitere ausländische Kanzleien als Local Counsel hinzu. In der Vergangenheit hat GIP auch schon regelmäßig mit Clifford Chance zusammengearbeitet, zum Beispiel 2020 beim Verkauf eines Teils der Beteiligung an dem Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 2. Die steuerliche Strukturierung sowie Tax Due Diligence übernahm ein Team von Deloitte.

Zwischen wpd und Blanke Meier Evers bestehen enge Verbindungen. Die beiden Namenspartner Gernot Blanke und Klaus Meier hatten den Projektentwickler im Jahr 1996 gegründet. Anwälte der Kanzlei waren regelmäßig bei Transaktionen für wpd tätig. So etwa 2010 beim Kauf des Windparks Butendiek, und auch 2019 bei der Veräußerung eines Windpark-Portfolios an den britischen Investor Foresight und den koreanischen Fonds KIS Kiamco German Wind Fund. Steuerlich hat wpd die Transaktion Inhouse betreut. 

Den Einstieg von Total bei dem taiwanesischen Offshore-Windpark Yunlin hatte 2021 ein Team von Norton Rose Fulbright unter Federführung der Partner Dr. Klaus Bader (München) und Simon Cudennec (Paris) begleitet.

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