Die Transaktion wurde als Asset Deal strukturiert. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Die Kaufpreiszahlung erfolgt gestaffelt und ist teilweise vom Fortgang des Planungsverfahrens abhängig. Das Closing steht noch unter dem Vorbehalt weiterer planungs- und genehmigungsrechtlicher Voraussetzungen.
Das ehemalige Industriegelände wurde bis 2005 von der Gerresheimer Glashütte genutzt und liegt seitdem weitgehend brach. Nach den derzeitigen Planungen soll dort ein neues Stadtquartier mit einer Bruttogeschossfläche von rund 210.000 Quadratmetern entstehen. Mindestens 80 Prozent davon sollen auf Wohnungen entfallen. Vorgesehen sind zudem Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und soziale Infrastruktur sowie öffentliche Grünanlagen. Drei historische Gebäude des früheren Werksgeländes sollen erhalten bleiben.
LEG war erst Anfang 2025 im Zuge der Übernahme von Brack Capital Properties Eigentümerin des Areals geworden. Die Entwicklung des Quartiers übernimmt nun das Joint Venture von Hines und Vastint. Beide Unternehmen sind bereits mit Immobilienprojekten in Deutschland vertreten: Hines etwa mit dem Kö-Quartier in Düsseldorf, Vastint mit dem Moxy-Hotel am Berliner Ostbahnhof. Die Entwicklung erfolgt in mehreren Bauabschnitten und ist Gegenstand eines laufenden Planungs- und Genehmigungsverfahrens.
Die Berater im Überblick
Berater Hines und Joint Venture
Friedrich Graf von Westphalen und Partner (Düsseldorf): Dr. Pierre-André Brandt (Federführung; Immobilienrecht), Gregor Lamla (Immobilienrecht), Sebastian von Lossow (Gesellschaftsrecht), Dr. Hans Christian Wilms (Freiburg; Öffentliches Wirtschaftsrecht); Associates: Pauline Zittel, Alena Kemper (beide Immobilienrecht)
Berater LEG Immobilien
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Thomas Lang (Federführung; Immobilienrecht/M&A), Dr. Sebastian Adam (Steuerrecht), Dr. Jan D. Bonhage (Berlin; Öffentliches Recht), Associates: Niklas Lewicki, Dr. Caspar Conzen (beide Immobilienrecht/M&A), Dr. Sebastian Fernkorn (Steuerrecht), Dr. Ursula Dahmen (Berlin; Öffentliches Recht)
Berater Hines
Poellath: Dr. Stefan Lebek (Berlin; Federführung; Immobilienrecht) Daniel Wiedmann (Frankfurt; Kartellrecht); Associates: Alexander Pfefferle (München, M&A), Jenan Fur (Berlin; Immobilienrecht)
Berater Vastint
Greenberg Traurig (Berlin): Dr. Oliver Markmann (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Martin Hamer (Öffentliches Recht), Dr. Sebastian Leidel (Steuerrecht), Dr. Lucas Wüsthof (Kartellrecht), Philip Radlanski (Datenschutz); Associates: Dr. Robert Feind, Sebastian Höpfl (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Ahmet Kilic (Öffentliches Recht), Irina Maselko (Immobilienrecht), Florian Deitel (Steuerrecht)
Hintergrund: FGvW beriet Hines und den Joint Venture-Partner Vastint beim Erwerb des Areals mit einem Team aus Düsseldorf und Freiburg unter der Federführung des Düsseldorfer Partners Brandt. Für die Kanzlei war es das erste Mandat für Hines. Bei früheren Mandaten ließ sich der Investor mehrfach von McDermott Will & Schulte beraten, wo auch Brandt bis zu seinem Wechsel zu FGvW im September 2025 tätig war.
Auf Verkäuferseite setzte LEG auf Hengeler Mueller mit Partner Lang in der Federführung. Die Kanzlei beriet das Unternehmen bereits bei früheren Mandaten, unter anderem beim Erwerb eines Wohnungsportfolios von Deutsche Wohnen 2020 und bei der SE-Umwandlung 2021.
Bei der Strukturierung und Gründung des Joint Ventures berieten Poellath Hines und Greenberg Traurig dessen Joint-Venture-Partner Vastint. Poellath begleitet Hines bereits seit Längerem bei Transaktionen. Greenberg Traurig war erstmals für Vastint tätig und setzte sich in einem Pitch um das Mandat durch.