Die Sparte beschäftigt laut BASF mehr als 10.300 Mitarbeitende und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro. Das Portfolio umfasst vor allem Autolacke sowie Beschichtungen für Kunststoffe und Glas. BASF hatte das Geschäft zu Jahresbeginn auf den Markt gebracht.
Im Rennen waren neben Carlyle und QIA zunächst auch KPS Capital Partners, Lone Star Funds, Platinum Equity und AkzoNobel. KPS soll lange im Rennen gewesen sein. Die Private-Equity-Gesellschaft Carlyle mit Sitz in Washington D.C. zählt zu den größten börsennotierten US-amerikanischen PE-Gesellschaften. Zum 30. Juni 2025 verwaltete Carlyle Assets in Höhe von 465 Milliarden US-Dollar. Der BASF-Deal dürfte einer der größten Deals des Jahres für den Investor sein.
BASF erzielte mit rund 112.000 Mitarbeitenden im vergangenen Jahr einen Umsatz von 65,3 Milliarden Euro, davon gut 18 Milliarden in Nordamerika. Der Konzern aus Ludwigshafen baut zurzeit sein Geschäft um. Zuletzt brachte er den Verkauf des brasilianischen Geschäfts mit Bautenanstrichen für 1,15 Milliarden Dollar an Sherwin-Williams über die Ziellinie.
Die Berater im Überblick
Berater Carlyle
Milbank (München): Dr. Sebastian Heim, Dr. Norbert Rieger (beide Federführung), Dr. Pascal Härdtner, Dr. Jan Häller (Frankfurt), Paul Bennett (New York; alle Corporate/M&A), Dr. Rolf Füger, Dr. Matthias Schell, Max Goodman (New York; alle Steuerrecht), Dr. Alexander Rinne (Kartellrecht), David Schwenneker (Corporate/M&A); Associates: Dr. Sarah-Maria Resch (Frankfurt), Dr. Julian Jaschinski, Dr. Lea-Marie Weischede, Lucas Stumpf, Jana Kasakow, Janik Klotzsche, Rabea Regh, Moritz Vogt-Hohenlinde, Sarah Griffin, Jacklyn Weon (beide New York; alle Corporate/M&A), Dr. Arne Hammerich, Dr. Jil Windau, Dr. Sven Leber, Michael Rivkin (New York; alle Steuerrecht), Marlies Zeck (Kartellrecht)
Posser Spieth Wolfers & Partners: Niclas Hellermann (Umweltrecht, Regulierung) – aus dem Markt bekannt
Latham & Watkins: Shaun Hartley (Chicago), Paul Sheridan (Washington; beide Federführung; beide Private Equity), Jeff Chenard, Manu Gayatrinath, Patrick Shannon, Jason Licht (alle Bank- und Finanzrecht; alle Washington), Steven Betensky, Pelin Serpin (beide TSA und Corporate/IP; beide New York), Ian Conner (Washington), Luca Crocco (Brüssel), Dr. Susan Kempe-Müller (alle Corporate/IP), Sybille Münch (Bank- und Finanzrecht; beide Frankfurt), Dr. Tobias Leder (Arbeitsrecht), Stefan Süß (Steuerrecht; beide München), Dr. Jana Dammann de Chapto (Regulierung; Hamburg), Dr. Nils Bremer (Kartellrecht), Joachim Grittmann (Regulierung), Ralph Dräger (Bank- und Finanzrecht), Dr. Wolf-Tassilo Böhm (Datenschutz); Associates: Dr. Niklas Brüggemann, Janine Flohr (beide Kartellrecht), Julian Traub (Arbeitsrecht), Anastasia Dressler (Bank- und Finanzrecht), Johannes Huschka, Karolin Borcherding (beide Datenschutz; alle Frankfurt)
PricewaterhouseCoopers (Frankfurt): Hansjoachim Koehler, Maria Sabatini, Ulrike Sommer, Viktor Bialy (alle Steuern) – aus dem Markt bekannt
Berater Qatar Investment Authority
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Jan Bauer, Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun (beide Corporate, beide Federführung), Dr. Johannes Frey (Steuerrecht), Michael Leiter, Tatiana Sullivan (beide CFIUS; beide Washington), Andreas Kafetzopoulos (Kartellrecht; Brüssel), Dr. Frank Schwarz (Steuerrecht), Jason Hewitt (Corporate; London), Susanne Werry (Datenschutz); Associates: Alexander Hoeffler, Christopher Schenk (beide Corporate), Fabian Uebele (Kartellrecht)
Inhouse (Dohar): Dr. Michael Schweppe
Berater BASF
Freshfields (Frankfurt): Rick van Aerssen, Maximilian Lasson (München; beide Corporate/M&A; beide Federführung), Frank Röhling (Berlin), Rafique Bachour (Brüssel; beide Kartellrecht), Norbert Schneider (Düsseldorf), Claude Stansbury (Washington; beide Steuerrecht), Frank Schaer, Thomas Granetzny (Düsseldorf), Christel Cacioppo (Paris; alle Arbeitsrecht), Michael Ramb (Regulierung; Düsseldorf/Berlin), Marius Scherb (Wettbewerbsrecht; Hamburg); Judit Gajdics; Associates: Sandra Jung (beide Corporate/M&A; beide München), Thomas Richter (Steuerrecht; Düsseldorf), Johanna Hirth (Arbeitsrecht), Sebastian Breder (Immobilienrecht), Jonas Köster (Regulierung; Düsseldorf), Célia Kirren (Arbeitsrecht; Paris), Samuel Schulze, Julius Raddatz (beide Corporate/M&A; beide München), Valentin Bingger, Julia Suttrup (beide Wettbewerbsrecht; beide Hamburg), Christopher Sickinger (Berlin), Miriam Swamy-von Zastrow (München), Helena Haag (Berlin; alle Kartellrecht), Armin Wulfinghoff (Steuerrecht; Düsseldorf), Lorena Faggioli (Arbeitsrecht), Natalia Gegechkori (Immobilienrecht), Vinzent Will (Regulierung; Berlin)
Inhouse Recht (Ludwigshafen): Dr. Michael Winter (Vice-Präsident), Dr. Sophie Stüben (Senior Legal Counsel; Hamburg), Stephan Purps (Legal Director; Kartellrecht)
Berater KPS Capital Partners
Gleiss Lutz (München): Dr. Jan Balssen, Dr. Olaf Hohlefelder (London; beide Private Equity) – aus dem Markt bekannt
Paul Weiss Rifkind (New York): Angelo Bonvino, Rohan Dey (London; beide Private Equity) – aus dem Markt bekannt
Berater Lone Star
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Andreas Hoger (Private Equity) – aus dem Markt bekannt
Berater Blackstone
Kirkland & Ellis (München): Dr. Benjamin Leyendecker, Sebastian Pitz (beide Private Equity) – aus dem Markt bekannt
Berater Platinum
Latham & Watkins (Frankfurt): Dr. Maximilian Platzer, Tom Evans (London) – aus dem Markt bekannt
Berater Advent
Latham & Watkins (Frankfurt): Dr. Heiko Gotsche – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Carlyle setzt mit Milbank für den M&A-Teil sowohl in Deutschland als auch in den USA auf vertraute Berater. In Deutschland kaufte Carlyle unter der Federführung von Rieger bereits die Siemens-Tochter Flender. Einen wesentlichen Teil übernahm auch Latham & Watkins, die zum Carve-out, zur Finanzierung und zu regulatorischen Fragen im Kontext der Transaktion berieten – mit Federführung in den USA. Carlyle zählt – auch weltweit – zu den wichtigsten Mandanten von Latham & Watkins. In der Vergangenheit holte sich der Investor aber auch schon Kirkland & Ellis an die Seite, etwa für den Kauf des Münchner Verkehrstechnikspezialisten Schaltbau. Jetzt war Kirkland dem Vernehmen nach für Blackstone im Rennen – als Co-Investor mit KPS. QIA holte sich Marktinformationen zufolge zum wiederholten Male Skadden ins Boot, wie zuletzt beim Bieterkampf um Schenker – auch jetzt wieder mit Bauer und Schmidt-Bendun.
Die Inhouse-Abteilung von BASF ist bekannt dafür, bei Transaktionen einen nicht unerheblichen Teil selbst zu übernehmen. Dieses Mal steuerte Winter den Prozess. Freshfields-Partner van Aerssen steht dem Chemieriesen schon langjährig zur Seite. So war er bereits eingebunden, als BASF und LetterOne 2017 ihre Töchter Wintershall und DEA fusionierten. Auch als der britische Ölkonzern Harbour Energy die BASF-Tochter Wintershall Dea übernahm, hatte van Aerssen die Federführung. Freshfields gehört zum BASF-Panel, genauso wie unter anderem DLA Piper. Letztere wurden etwa im Frühjahr vergangenen Jahres mandatiert, als der Konzern 49 Prozent der Anteile an den deutschen Offshore-Windparks Nordlicht 1 und Nordlicht 2 von Vattenfall erwarb. Auf ein internationales Team von Linklaters vertraute BASF im Frühjahr dieses Jahres beim Verkauf seines brasilianischen Geschäfts für Bautenanstrichmittel.
Auch der texanische Investor Lone Star setzte bereits früher auf Hengeler-Partner Hoger, etwa als Carrier Global vergangenen Sommer seinen Geschäftsbereich für gewerblichen und privaten Brandschutz verkaufte. Hengeler kam 2016 das erste Mal zum Einsatz – ebenfalls mit Hoger – beim milliardenschweren Kauf des Baustoffproduzenten Xella. Zuvor kamen meist US-Einheiten wie Weil Gotshal & Manges und Sullivan & Cromwell zum Zuge.
Anm. d. Redaktion: Wir haben die Meldung am 15. Oktober 2025 ergänzt.