Die H2 Amortisationskonto ist eine Zweckgesellschaft, deren Aufgabe es ist, die Netzbetreiber über das gleichnamige Konto zu bezuschussen. Der mit der KfW verhandelte Darlehensvertrag dient der Zwischenfinanzierung der Zuschüsse.
Das Geld soll die hohen Investitionskosten bis spätestens 2055 auffangen und die Netzentgelte niedrig halten, um Unternehmen den Umstieg auf Wasserstoff zu erleichtern.
Irgendwann soll die Industrie so viel Wasserstoff aus dem Netz nehmen, dass sie über Entgelte die Investitionen der Netzbetreiber in die Infrastruktur refinanziert. Trading Hub Europe muss nun mit den 25 Netzbetreibern konkrete Zuschussvereinbarungen verhandeln.
Startschuss für Netzaufbau im Oktober
Im Oktober hat die Bundesnetzagentur den Bau des Wasserstoffkernnetzes genehmigt. Bis 2032 sollen 9.000 Kilometer Pipeline-Infrastruktur entstehen, an 13 Stellen an den Grenzen sind sogenannte Knotenpunkte für den Wasserstoffimport geplant.
Die Leitungen sollen Abnahmezentren in den Industrieregionen, künftige Speicher, Einspeisepunkte an der Küste und mit Wasserstoff betriebene Kraftwerke verbinden. Die Kernnetzbetreiber rechnen mit Kosten von rund 20 Milliarden Euro.
Berater Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
Inhouse Recht (Frankfurt): Dr. Silke Baechle, Dr. Klaus Hellermann, Jan Karklin, Dr. Jochen Naumann, Dr. Vanessa Sekker (alle Legal Counsel)
Freshfields (Frankfurt): Dr. Frank Laudenklos (Finanzierung), Martin Schiessl (Steuerrecht); Associates: Dennis Chinnow, Laura Korndörfer, Leif-Magnus Wishöth (alle Finanzierung), Christian Schmidt (Steuerrecht)
Berater Trading Hub Europe/H2 Amortisationskonto
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Marc Riede (Federführung; Finanzierung), Dr. Holger Kraft (Corporate/M&A), Shaghayegh Smousavi (Energierecht; Düsseldorf), Dr. Susann Brackmann (Insolvenzrecht), Nicolai Bischof (Finanzierung); Associate: Dr. Stefan Kühl (Corporate/M&A)
Inhouse Recht (Berlin): Sanel Rekic (Leitung Recht), Markus Berger (Leitung Controlling, Treasury, Einkauf)
Hintergrund: Die KfW begleitete die Verhandlungen mit einem großen Inhouse-Team, dessen Juristinnen und Juristen allesamt auf langjährige Erfahrung bei Kanzleien wie Weil Gotshal & Manges, Hengeler Mueller, Linklaters oder auch Latham & Watkins zurückblicken.
Externe Unterstützung erhielten sie von Freshfields, die regelmäßig für die KfW tätig ist, so auch Anfang 2022, als die damals noch unbekannte Trading Hub Europe mit 14 Milliarden Euro ausgestattet wurde, um die seinerzeit wankende Gasversorgung sicherzustellen.
Förderbank mit neuem Panel
Freshfields ist Panelkanzlei der KfW. Im Sommer 2023 hatte die Förderbank ihr Beraterpanel neu ausgeschrieben. Neben Freshfields haben es auch Linklaters, Clifford Chance, Hengeler Mueller und erstmals auch CMS auf das Beraterpanel geschafft.
CMS stand der KfW hier aber gegenüber. Mit einem Team um den Hamburger Partner Riede verhandelte sie für Trading Hub Europe. Zur Absicherung der Gasversorgung 2022 hatte das Unternehmen sich von der Berliner Kanzlei Lindenpartners beraten lassen.