Nächster Bankendeal

Clifford-Mandantin BKB angelt sich die Wüstenrot Bank

Die Bremer Kreditbank kauft weiter zu: Nach dem Bankhaus Neelmeyer und der Oldenburgischen Landesbank übernimmt sie nun auch die Wüstenrot Bank in Baden-Württemberg. Verkäuferin ist die börsennotierte Wüstenrot & Württembergische, die zugleich eine Vertriebskooperation mit den Bremern schloss.

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Thomas Krecek
Thomas Krecek

Die in Ludwigsburg beheimatete Wüstenrot Bank mit zuletzt rund 1,5 Milliarden Euro Bilanzsumme ist eine 100-prozentige Tochter der Wüstenrot & Württembergische (W&W). Diese Firmengruppe war 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden. Sie wird zukünftig noch die Wüstenrot Bausparkasse und die Württembergischen Versicherungen führen. Auch das Pfandbriefgeschäft, das früher von der Bank betrieben wurde, gehört inzwischen zur Bausparkasse.

Die Bremer Kreditbank (BKB) hingegen baut mit dem Ankauf der Wüstenrot Bank ihren Wirkungskreis nach Süddeutschland aus. Zudem schloss sie eine Kooperation mit dem W&W-Konzern, um auch Leistungen der Wüstenrot Bausparkasse sowie der Württembergischen Versicherungen anbieten zu können. Der Stuttgarter W&W-Konzern wird im Zuge der Vertriebskooperation Finanzprodukte der BKB ins Portfolio aufnehmen.

Hinter der stetig wachsenden BKB-Gruppe stehen der US-Finanzinvestor Apollo Global Management, das britische Investmenthaus Grovepoint Capital sowie der texanische Lehrerpensionsfonds Teacher Retirement System of Texas (TSR). Nachdem sie 2016 das Bremer Bankhaus Neelmeyer übernommen hatte, erwarb sie im letzten Sommer von der Allianz auch die Oldenburgische Landesbank.

Berater Bremer Kreditbank
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. Thomas Krecek (Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Marc Benzler (Bank- und Kapitalmarktrecht), Markus Muhs (Gesellschaftsrecht/Private Equity; München), Dr. Stefan Simon (Arbeitsrecht), Dr. Dominik Engl (Steuerrecht); Associates: Dr. Moritz Petersen (Gesellschaftsrecht/M&A), Thomas Yassin Berrou, Dr. Christian Hissnauer (beide Bank- und Kapitalmarktrecht), Dr. Wenzel Richter, Konstantin Heilmann (beide Gesellschaftsrecht/Private Equity; beide München), Dr. Christopher Fischer (Arbeitsrecht)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Thomas Emde (Bankaufsichtsrecht); Associates: Dr. Janina Heinz, Dr. Daniel Klingenbrunn
Inhouse Recht (Bremen): Steffen Fiedler − aus dem Markt bekannt

Eva-Maria Barbosa
Eva-Maria Barbosa

Berater Wüstenrot & Württembergische
Norton Rose Fulbright (München): Eva-Maria Barbosa (Federführung; Corporate), Dr. Cornelia Marquardt (Arbeitsrecht), Nils Rahlf, Dr. Benedikt Gillessen (beide Corporate/Kapitalmarktrecht; beide Frankfurt), Dr. Maxim Kleine (Kartellrecht; Hamburg), Dr. Frank Bayer (Steuern),Tim Schaper (Kartellrecht; Hamburg), Oliver Polster (Corporate); Associates: Stefanie Mösges, Dr. Daniel Peppersack (beide Corporate)
Inhouse Recht (Stuttgart): Dr. Margret Obladen (Federführung; Leiterin Konzernrecht), Thilo Grutschnig (Leiter Gesellschaftsrecht), Roland Haidorfer, Norbert Beule (Kooperationen), Hans Ganter, Anette Müller (Dienstleistungen), Roland Hoch, Gabriela Sternsdorff (Arbeitsrecht)

Hintergrund: Das Clifford-Team um den erfahrenen Banken-Transaktionsberater Krecek hatte die BKB bereits bei der Übernahme der Oldenburgischen Landesbank (OLB) beraten. Dem schloss sich ein Übernahmeangebot an die OLB-Aktionäre sowie eine Kapitalerhöhung an, die das Team ebenfalls begleitete.

Die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für die Zukäufe holt nach JUVE-Informationen Freshfields-Partner Emde ein, der die BKB bereits als Aufsichtsratsvorsitzender kennt.

Die Wüstenrot-Gruppe wiederum wird schon langjährig von Norton Rose beraten. Unter der Federführung der Gesellschaftsrechtlerin Barbosa hatten sie 2015 auch ihre beiden tschechischen Versicherungstöchter an die Allianz-Gruppe verkauft.

Die Stuttgarter Konzernrechtsabteilung  wird seit Mai letzten Jahres von Chefjuristin Obladen geführt. Sie trat in die Fußstapfen des früheren Chefsyndikus und Chief Compliance Officer Carsten Beisheim, der sich als Partner der Sozietät Bird & Bird anschloss.

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