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Der Londoner Finanzinvestor Kingsbridge Capital hat den Modelleisenbahnhersteller Märklin übernommen. Das Volumen der Transaktion liegt laut Presseberichten bei rund 30 Millionen Euro. Auch Goldman Sachs beteiligte sich an der Investition und kaufte Kredite von Märklin auf. Verkäufer des in die Krise geratenen schwäbischen Traditionsunternehmens sind insgesamt 22 Altgesellschafter der Eignerfamilien Friz und Safft. Zur Finanzierung der Transaktion war bis Redaktionsschluss nichts bekannt. Das bisherige Management soll Märklin weiterführen, einem neu geschaffenen Beirat wird keiner der Altgesellschafter mehr angehören. Der Umsatz des vor 150 Jahren gegründeten Modellbahnbauers lag zuletzt bei rund 123 Millionen Euro, es stand ein Verlust von 6,8 Millionen Euro zu Buche, die Schulden sollen 50 Millionen Euro betragen. (Christoph Tillmanns)

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
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Die börsennotierte Tomoegawa Paper Co. Ltd. aus Tokio hat den Geschäftsbereich Light Management Film Business von AZ Electronic Materials, einem Unternehmen der Carlyle-Gruppe, gekauft. Die Übernahme wurde als Asset-Deal strukturiert. AZ Electronic Materials beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter und erzielte 2005 einen Umsatz in Höhe von 400 Millionen Euro.

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Das Berliner Beteiligungsunternehmen Spütz AG hat die Kölner Hurricane Fernsehproduktion GmbH erworben. Veräußerer sind die Alba Participations BV und die Holdinggesellschaft Vertical Twister BV aus den Niederlanden. Dem Erwerb vorausgegangen war eine grenzüberschreitende Restrukturierung auf Verkäuferseite, bei der die Holdingstrukturen vereinfacht wurden. Spütz bezahlte die Hurricane-Übernahme mit neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Alba hält nun 13, Vertical Twister 7 Prozent an Spütz, auch das Hurricane-Management beteiligte sich an dem Berliner Unternehmen. Umgekehrt ist Spütz seit 2004 zu rund 21 Prozent an Vertical Twister beteiligt. Hurricane ist bekannt durch TV-Produktionen wie 'Genial daneben' und 'Schillerstraße'.

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Der niederländische Finanzinvestor Gilde Buy-out Fund hat die Mehrheit an der Walter Telemedien-Gruppe aus Ettlingen übernommen. Rückwirkend zum Jahresbeginn erwarb Gilde von der Beisheim Holding Schweiz AG 95 Prozent der Anteile an dem Telefondienstleister. Der Telemedien-Geschäftsführer Dr. Ralf Kogeler erhöhte seine Beteiligung von 5 auf 25 Prozent, weitere 5 Prozent sind für das Management reserviert. Barclays finanzierte die Transaktion im unteren dreistelligen Millionenbereich, die Mezzanine-Finanzierung kam von Indigo Capital. Zum Call-Center-Dienstleister Walter Telemedien gehören 12 Tochterunternehmen mit 36 Service-Zentren, die Gruppe ist an 15 Standorten, unter anderem auch in Österreich und der Schweiz präsent und setzte zuletzt mit 5.200 Mitarbeitern 140 Millionen Euro um. Die Kartellbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen.

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Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels, die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie und die Deutsche Pfandsystem GmbH (DPG) haben gemeinsam zum Inkrafttreten der neuen Verpackungsverordnung eine entsprechende Rücknahme- und Clearingplattform geschaffen. Seit Mai müssen Handler nun auch Einwegverpackungen von Getränken annehmen, die nicht bei ihnen erworben wurden. Das machte eine Verrechnung des Pfands zwischen Getränkeabfüllern und Handel (Clearing) nötig. Beim Start des neuen Systems waren rund 5.000 Artikel zum System angemeldet, die mit rund 10 Milliarden pfandpflichtigen Flaschen und Dosen ein Clearingvolumen von rund 2,5 Milliareden Euro darstellen.

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Die Berliner Beteiligungsgesellschaft MBB Industries AG ist seit Anfang Mai im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die WestLB begleitete als Konsortialbank den Börsengang. Der Platzierungspreis betrug 9,90 Euro. Durch den Börsengang flossen dem 1995 gegründeten Unternehmen vor IPO-Kosten von 15,2 Millionen Euro zu. Nachdem Anfang Juni die WestLB ihre Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt hat, wurden insgesamt 1,84 Millionen Aktien angeboten.

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Ein Konsortium aus den Beteiligungsgesellschaften Aerium Finance und River Securities hat von der Immobiliengruppe Redevco Services Deutschland GmbH ein Immobilienportfolio von 34 Modehäusern erworben. Die Objekte werden überwiegend von der Modekette C&A genutzt. Der Kaufpreis beträgt 386 Millonen Euro.

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Die Private-Equity-Gesellschaft Tower Brook Capital Partners hat vom Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant die Sparte Pharmaceutical Fine Chemicals erworben. Die Transaktion soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2006 nach der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden abgeschlossen werden. Das Volumen betrug rund 110 Millionen Franken. Der vereinbarte Verkaufspreis schließt eine Earn-out-Beteiligung von 40 Millionen Franken ein, die im Laufe der nächsten zwei Jahre gezahlt wird. Pharmaceutical Fine Chemicals wird in Zukunft als selbstständige Einheit mit Sitz in Frankfurt geführt und alle bisherigen Produktionsstandorte weiter betreiben.

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Die Media-Saturn Holding lagert ihre IT-Dienste teilweise aus. Gewinner einer entsprechenden Ausschreibung ist Hewlett Packard. Beide Unternehmen schlossen einen Vertrag, der zunächst über drei Jahre läuft. Vereinbart wurde unter anderem die Betreuung der deutschen und ausländischen Märkte und Verwaltungsstandorte der Metro-Tochter. HP übernimmt dabei sowohl den Basisbetrieb der 1.000 bis 2.000 Server als auch die Vor-Ort-Betreuung der IT-Infrastruktur aller deutschen Filialen von Saturn und Media Markt.

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Das Immobilienunternehmen Vivacon AG hat rund 4.100 Erbbaurechtsansprüche verbrieft. Es ist die erste Transaktion dieser Art in Deutschland. Insgesamt wurden Erbpachtzinsen im Volumen von rund 62 Millionen Euro verbrieft und durch die HVB über die luxemburgische Zweckgesellschaft German Ground Lease Finance in Form von ABS Anleihen und Schuldscheindarlehen an den Kapitalmarkt gebracht. (Astrid Jatzkowski)

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Die Kombiverkehr - Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr GmbH & Co. KG hat 26 Prozent an der Intercontainer Austria GmbH (ICA) und 75 Prozent an der Optimodal Nederland B.V. erworben. Verkäufer war die Intercontainer Interfrigo S.A. (Brüssel/Basel).