Die Transaktion umfasst die Bereiche Abluftreinigungstechnik und Schalldämmungssysteme, die bisher in der Division Clean Technology Systems Environmental gebündelt waren. Der Unternehmenswert für das Umwelttechnikgeschäft beträgt rund 385 Millionen Euro. An dem verkauften Geschäft erwirbt Dürr eine Beteiligung von rund 25 Prozent zurück. Nach Abzug der Kosten für die Rückbeteiligung und weiterer transaktionsbedingter Aufwendungen erwartet Dürr einen Nettoverkaufserlös von etwa 250 Millionen Euro. Damit soll die Schuldenlast reduziert werden.
Dürr-Konzern im Umbau
Mit dem Verkauf schließt Dürr die vor einem Jahr angekündigte Vereinfachung der Konzernstruktur ab. Künftig wird das Unternehmen nur noch drei statt fünf Sparten (Divisionen) haben. Bereits im Vorjahr hat der Konzern das dänische Befülltechnikunternehmen Agramkow verkauft. Zudem wurde das Geschäft mit der Automobilindustrie Anfang 2025 in der neuen Division Automotive gebündelt.
Die Umwelttechniksparte erzielte 2024 einen Umsatz von 407 Millionen Euro und beschäftigte rund 1.300 Mitarbeitende, davon etwa 450 in Deutschland. Weltweit gibt es 16 Standorte in 12 Ländern. Der Vollzug der Transaktion wird für das vierte Quartal 2025 erwartet und steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.
Die Berater im Überblick
Berater Stellex Capital Management
Sidley Austin (München): Björn Holland, Marcus Klie (beide Private Equity; beide Federführung), Nicolai Schwarz-Gondek (Private Equity/M&A; Los Angeles), Patrick Harrison (Kartellrecht), Clive Gringras (Konfliktlösung; beide London), Sven De Knop (Brüssel), Andrew Shoyer (Washington; beide Außenwirtschaftsrecht), Dr. Markus Feil (Bank- und Finanzrecht), Francesca Blythe (Datenschutzrecht; London), Jörg Fischer (Steuerrecht), Howard Stanislawski (Außenwirtschaftsrecht; Washington); Associates: Jennifer Limmer (Federführung), Sarah Braun, Pan Chen (Peking), Dr. Ufuk Genc, Andreas Rauch (Los Angeles; alle Private Equity/M&A), Iva Todorova (Kartellrecht; Brüssel), Fatima Butt (Konfliktlösung; London), Carys Golesworthy (Außenwirtschaftsrecht; Washington), Louise Freund (Bank- und Finanzrecht), Jonathan Westreich (Steuerrecht; Los Angeles)
Berater Dürr AG
Inhouse Recht (Bietigheim-Bissingen): Dr. Elmar Wins-Seemann (General Counsel), Carina Lenz (Leitung Legal M&A)
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Holger Hofmeister (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Johannes Frey (Steuerrecht), Lukas Nein (Corporate/M&A), Dr. Ulrich Ziegler (Arbeitsrecht), Susanne Werry (Datenschutzrecht), Thorsten Götz (Kartellrecht), Max Stein (Konfliktlösung); Associates: Dr. Iryna Burd (Corporate/M&A), Dr. Helge Wiechmann (Steuerrecht), Kata Eles (Datenschutzrecht), Dr. Fabian Uebele (Kartellrecht)
Berater Dürr Systems AG
Poellath (München): Dr. Benedikt Hohaus (Federführung); Associate: Ida Süß (beide Private Equity/M&A)
Hintergrund: Das interdisziplinäre und länderübergreifende Sidley-Team beriet diese Mandantin erstmals. Im Lead waren Holland und Klie. Soweit sichtbar, hat Stellex Capital Management hier zudem zum ersten Mal in der DACH-Region investiert. Holland war nach Marktinformationen Teil der Sidley-Teams, die den US-Investor Apollo beim Exit aus der Oldenburgischen Landesbank sowie beim geplanten und dann abgesagten Börsengang des Ersatzteilhändlers Autodoc berieten.
Sidley trifft Skadden – schon wieder
Skadden steht der Dürr AG langjährig zur Seite. Partner Hofmeister hat den Konzern bereits vor einem Jahrzehnt bei der Übernahme des Westerwälder Softwareunternehmens Itac beraten, 2018 folgte die Integration von Megtec und Universal. Die beiden Anbieter von Umwelttechniklösungen gehörten bis dahin zur US-amerikanischen Babcock & Wilcox.
Im Juni 2025 brachte ein Skadden-Team unter der Federführung von Hofmeister und Kapitalmarktrechtler Dr. Stephan Hutter aufseiten des Tübinger mRNA-Spezialisten Curevac dessen Kooperation mit BioNTech auf den Weg. Ein Sidley-Team unter der Federführung von Holland soll hier nach Marktinformationen Dievini beraten haben, die Holding der Familie Hopp und wesentliche Curevac-Aktionärin.
Die langjährig erfahrenen Berater von Poellath um Partner Hohaus berieten die hier betroffene operative Tochtergesellschaft Dürr Systems zur Managementbeteiligung. Einschlägige vorherige Mandate betrafen etwa 2022 die Sanoptis-Gruppe, ein Netzwerk von Augenarztpraxen und Kliniken, an dem sich die Groupe Bruxelles Lambert (GBL) eine Mehrheitsbeteiligung sicherte, oder 2025 das Softwareunternehmen Dymatrix aus Stuttgart. Anders als bei Sanoptis wirkte Hohaus hier jedoch aufseiten des Münchner Beteiligungshauses Paragon Partners.
Mit den Belangen des Managements befasste sich zudem das Münchner Beratungsunternehmen Blättchen & Partner, einmal mehr unter der Federführung von Ökonom Prof. Dr. Alexander Götz. Poellath und Blättchen sind regelmäßig Seite an Seite zu sehen.